Lavapools: Atlantik mal anders

Einfach malerisch, der Charco del Viento in La Guancha Foto: sabine virgin

Einfach malerisch, der Charco del Viento in La Guancha Foto: sabine virgin

Teneriffa hat ganz unterschiedliche Badespots zu bieten

Teneriffa – Weiter Atlantik, schaukelnde Wellen und Sonnenbad im warmen Vulkansand. Das ist Sommer auf den Kanaren. Aber es gibt auch noch andere, beschaulichere und eher wildromantische Alternativen. Nämlich die zahlreichen Naturbecken, die zwischen dem schroffen Vulkangestein entstanden sind, und sich wie natürliche Pools zwischen die Felsen schmiegen. Die Wasserqualität wird durch den Austausch des Meereswassers durch den natürlichen Gezeitenwechsel gewährleistet. Zugegeben, meist ist das Sonnenbaden an diesen Badespots eher etwas ungemütlich und steinig, aber es stellt sich trotzdem so etwas wie eine wilde Romantik ein. Und diese Pools eignen sich in vielen Fällen auch, wenn man in Vorbeifahren auf einem Ausflug einfach mal schnell ins Wasser springen möchte, um sich abzukühlen.


Ganz im Nordwesten und in der Nähe des Sandstrandes von Buenavista befindet sich der Charco del Rayo, der so groß ist, dass man gut darin schwimmen kann. Im Sommer wird er mit angeschwemmtem Sand aufgefüllt und bildet damit im hinteren Bereich sogar oft eine Art Planschbecken mit warmem, seichtem Wasser für kleinere Kinder. Eine Art kleiner Bruder ist der Charco de los Chochos, der sich in der Nachbargemeinde Los Silos hinter dem Walskelett befindet.

Charco de La Laja in San Juan de la Rambla Foto: moisés pérez
Charco de La Laja in San Juan de la Rambla Foto: moisés pérez

Auf dem Weg nach Puerto de la Cruz sind Charco del Viento in La Guancha und Charco de La Laja in San Juan de la Rambla weitere beliebte Badeplätze. Für beide gilt: Einfach Auto abstellen, einige Treppenstufen nach unten laufen und ins Wasser springen.

Mesa del Mar und El Pris sind an der Küste von Tacoronte zwei Badespots mit kanarischem Charme. Auf einem rund 20-minütigen Fußweg kann man sogar von einem zum anderen laufen. Und in El Pris gibt es noch ganz einheimische Kneipen mit leckerem, frischem Fisch. Das große Naturbecken von Bajamar ist besonders leicht zu finden. Direkt vor der flachen Küste kann man in diesem Becken richtige Bahnen ziehen. Allerdings nicht bei hohem Wellengang, dann kann es durchaus auch mal gefährlich werden.

Der Charco El Tancón im Süden Teneriffas, in Puerto de Santiago, ist nicht nur ein Lavapool sondern ein Teil davon führt in eine Höhle. Durch das türkisblaue Wasser und schwarze Vulkanstein, die eine perfekte Harmonie bilden, wird der Charco als heißer Tipp auf Instagram und Co. gezeigt. Doch äußerste Vorsicht ist geboten: Wegen des hohen Wellengangs sollte man unbedingt die Verbotsschilder beachten und an dieser Stelle nicht baden. Da die Höhle zum Atlantik offen ist, besteht Todesgefahr durch Strömungen oder unerwarteten Wellenschlag.

Charco de La Jaquita in Guía de Isora Foto: Pixabay
Charco de La Jaquita in Guía de Isora Foto: Pixabay

Zum Meer offen ist der Charco de La Jaquita in Guía de Isora. Er bietet fast eine Art Freibadbecken mitten im Atlantik. An der Ostküste der Insel warten noch der zauberhafte Charco de La Virgen und die Punta Prieta in Arico oder der Charco Santa Lucía in Güímar auf Badegäste, die sich in das kühle Nass stürzen möchten.

Also, warum nicht einmal auf Charco-Entdeckungsreise gehen?

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