Las Teresitas-Umgestaltungsprojekt weiter in der Schwebe


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Verträge mit der beauftragten Baufirma und Architekten wurden aufgekündigt

Seit März diesen Jahres sind die Bauarbeiten an der Umgestaltung des Las Teresitas-Strandes in der Nähe von Santa Cruz de Tenerife aufgrund der zahlreichen Unstimmigkeiten gestoppt. Jetzt hat die Stadtverwaltung sogar noch den Vertrag mit dem Bauunternehmen OHL und dem französischen Architekten Dominique Perrault aufgekündigt.

Parallel dazu wurde die kanarische Regierung von Santa Cruz gebeten, das für die Strandumgestaltung vorgesehene Budget in die Instandsetzung des Straßennetzes von Barranco de Santos fließen zu lassen.

Momentan zeugen nur ein halbfertiges Parkhaus mit mehreren Ladenlokalen sowie Berge an umgegrabener Erde hinter den Parkplätzen des Strandes von dem einst mit soviel Stolz angekündigten Umgestaltungsprojekt von Las Teresitas. Doch das Vorhaben steht wohl wahrlich unter keinem guten Stern. Gerüchte über mögliche Klüngeleien und Ungereimtheiten im Zusammenhang mit dem Verkauf von Grundstücken um den Strand, die noch ein gerichtliches Nachspiel haben werden, sowie zahlreiche andere Schwierigkeiten, haben fast von Beginn an einen dunklen Schatten über alles geworfen, was mit dem Umgestaltungsprojekt in Zusammenhang steht.

Was nun aus dem ehrgeizigen Projekt werden soll, dar-über schweigt sich die Stadt bislang aus. Generell ziehen es die städtischen Entscheidungsträger vor, so wenig wie möglich öffentlich über das Thema sprechen zu müssen. Zu unangenehm ist manch ein Detail, das für den einen oder anderen Gemeindepolitiker, allen voran Bürgermeister Miguel Zerolo, in diesem Zusammenhang zur Sprache kommen könnte. Gewiss ist nur, dass die gestoppten Bauarbeiten die Gemeindekassen monatlich 30.000 Euro kosten, schließlich muss die Sicherheit in der Zone gewährleistet werden. Außerdem stehen dem Bauunternehmen OHL und dem Architekten Perrault wegen der Aufkündigung der Verträge noch die Zahlung von Entschädigungen zu.




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