Landwirtschaft leidet unter Auswirkungen der Hitzewelle


Tomaten und Reben betroffen

Die extremen Temperaturen der letzten Juliwoche, in der teilweise über 40 Grad gemessen wurden, haben verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft erheblichen Schaden zugefügt.

Wie der Verband der Land- und Viehwirte der Insel (Asaga) mitteilte, haben insbesondere die Tomatenkulturen und die Reben unter der enormen Hitze gelitten. Obwohl die Verluste derzeit noch nicht beziffert werden können, müsse mit erheblichen Ernteeinbußen gerechnet werden, erklärte Henry Sicilia, Präsident von Asaga. Die schlimmsten Auswirkungen werden bei den Tomaten festgestellt, die zu verfaulen drohen. Insgesamt werde eine Minderung der Qualität festgestellt, weshalb ein Großteil der Ernte vermutlich gar nicht auf den Markt gebracht werden könne. Schlimm sieht es auch in den Weinanbaugebieten aus. „Die Trauben sind verschrumpelt und sehen aus wie Rosinen“, so Henry Sicilia. Einige Weinberge waren in diesem Jahr außerdem von Mehltau betroffen, was nun zusammen mit der Hitzewelle die Reben in vielen Gebieten stark beschädigt. Die Weinlese werde vermutlich in weiten Teilen der Insel vorverlegt.

Auch in anderen Bereichen der Landwirtschaft sind Ernteverluste zu beklagen. Viele Salat- und Kohlköpfe sind infolge der Hitze vertrocknet. Und auch die Zierpflanzen haben stark gelitten, was ihren Marktwert verringert.

Kaum betroffen von der Hitze waren hingegen die Bananenplantagen und der Kartoffelanbau.




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