Landkreis-Hundeheim wird vermutlich in La Orotava gebaut


© Ayto. Orotava

Gemeinderat beschließt Überlassung eines Grundstücks

Seit Jahren schon bemühen sich das Cabildo und die Gemeinden des Orotavatals um eine Einigung zum Bau eines Tierheims, das für den Landkreis bzw. die Gemeinden La Orotava, Los Realejos und Puerto de la Cruz zuständig sein soll.

Bislang müssen Straßenhunde oder Katzen in den von Stiftungen und Tierschutzverbänden betriebenen Tierheimen untergebracht werden, ein städtisches Tierasyl hat keine der drei Gemeinden.

Im Dezember trafen sich Vertreter von Cabildo und Stadt, mit dabei auch Bürgermeister Isaac Valencia, im Industriegebiet San Jerónimo, um ein dort brachliegendes Grundstück zu begutachten, das die Stadt La Orotava dem Cabildo für den Bau eines Tierheims zur Verfügung stellt. Die Parzelle wurde von allen an dem Treffen beteiligten Personen als „idealer  Standort“ für das Tierheim bezeichnet. Immerhin ist das Grundstück 23.000 qm groß und liegt in einem von allen Gemeinden aus leicht erreichbaren Gebiet.

Der Landwirtschaftsbeauftragte des Cabildos, José Joaquín Bethencourt, versprach, den Antrag so schnell wie möglich zu bearbeiten und im Falle einer (zu erwartenden) positiven Entscheidung ebenso schnell Genehmigungen und Projektausarbeitung zu veranlassen, damit mit dem Tierheimbau so rasch wie möglich begonnen werden kann.

La Orotavas Bürgermeister und die für Gesundheitsfragen zuständige Stadträtin äußerten den Wunsch, das Tierasyl als offene und für Besucher jederzeit zugängliche Einrichtung zu gestalten, um auch Ausflügler anzulocken. Die Tiere – nicht nur Hunde – sollen artgerecht untergebracht und gut versorgt sein. Es sei durchaus denkbar, dass die Verwaltung des Heims einem Tierschutzverein übertragen wird.

Der Kommentar

Die Einrichtung eines Tierheims im Orotavatal ist eine längst notwendige Sache. In der heutigen Zeit ist es einfach zuviel verlangt, dass sich von Spenden lebende Tierschutzvereine alleine für die Straßenhunde- und Katzen aufopfern. Höchste Zeit also, dass Gemeinden und Cabildo ihren Beitrag leisten.

Obwohl die insuläre Land­wirtschafsbeauftragte versichert hat, sich dafür einzusetzen, dass die Pläne so schnell wie möglich umgesetzt werden, ist nicht auszuschließen, dass noch mehrere Jahre ins Land ziehen werden, bis ein solches Tierheim steht. Man denke nur an die Zusammenarbeit des Cabildos und der Stadt La Orotava in Sachen Humboldtblick… Das Cabildo übernahm seinerzeit (1999) die Neugestaltung des berühmten Aussichtspunktes. Kostenpunkt: 800.000 Euro.

Das fertiggestellte Bauwerk wurde der Stadt an­schließend wieder überschrieben, die einen Pächter finden musste. Eine Betreiberlizenz hat vor zwei Jahren angeblich das Unternehmen „Teide Soft“ erhalten. Bis heute hat sich nichts verändert. Der Humboldtblick ist durch Graffitischmierereien verunstaltet und zum Schandfleck verkommen. Soviel zum Thema Kooperation zwischen Cabildo und La Orotava.




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