La Quinta Roja: neu und schon verkommen


© Moisés Pérez

Anwohner sind empört

Die 570 Anwohner des neu erbauten Viertels La Quinta Roja ärgern sich schon seit einiger Zeit über den Zustand der zu Santa Ursula gehörenden Urbanisation.

Es mangelt an Straßenbeleuchtung, Müll sammelt sich an verschiedenen Ecken an und die wachsende Population an Ratten wird immer mehr zum Problem. Dazu kommen umgekippte Straßenschilder, Vandalismus, illegale Straßenrennen und auf öffentlichen Wegen durchgeführte Ölwechsel.

Da sich die Anwohner mehrfach erfolglos an das Rathaus von Santa Ursula gewendet haben, machen sie nun ihrem Ärger im Internet auf der Webseite www.santaursula.3a2.com Luft. Im ersten Monat der Freischaltung verzeichnete die Seite bereits mehr als 600 Besucher.

Eine kanarische Tageszeitung griff die Sorgen der Bewohner auf und sprach mit Bürgermeister Ricardo García. Dieser erklärte, das Rathaus habe die Urbanisation noch nicht abnehmen können, da die Baugesellschaft weder das Abwassersystem noch das Straßennetz fertiggestellt hätte. Auch die Installation der Straßenbeleuchtung stände noch aus. Rechtliche Vorgaben würden der Behörde verbieten, vor Beendigung der Arbeiten und Abnahme einzuschreiten.

Die Anwohner zeigten sich wenig beeindruckt von den Erklärungsversuchen des Bürgermeisters. Schließlich bezahlten sie ihre Steuern an das Rathaus, ohne jegliche  Gegenleistung. Schon wurde die Frage laut, warum sie überhaupt Abgaben leisteten, wenn die Urbanisation noch gar nicht von der Verwaltung abgenommen worden sei.

García versicherte, sich bereits mit mehreren Eigentümern getroffen zu haben und zeigte sich bereit zu weiteren informativen Treffen.




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