Kunst in der Natur im Skulpturenpark Los Cardones in San Isidro


© Gernot Huber Stiftung

Ab 9. November einmal im Monat für Besucher geöffnet

Der Wunsch vieler Residenten und Häufigbesucher Teneriffas ist wahr geworden: Der Skulpturenpark der Gernot Huber-Stiftung „Los Cardones“ in San Isidro kann ab 9. November 2014 nicht mehr nur einmal im Jahr, sondern einmal monatlich ohne Anmeldung besucht werden.

An jedem zweiten Sonntag in den Monaten November bis April werden Kunstfreunde das Tor von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet vorfinden und von den Stiftern Ina und Gernot Huber persönlich empfangen. Das wird vor allem diejenigen freuen, die sich an dem bisherigen Tag der offenen Tür am ersten Sonntag im Februar nicht freinehmen konnten.

Diese Änderung war das Ergebnis vieler Gespräche der Stiftungsleitung mit dem ehemaligen Cabildo-Präsidenten Ricardo Melchior sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Granadilla de Abona, Jaime González Cejas, im vergangenen Frühjahr. Die deutsche Stiftung hat nun einen spanischen Ableger, die „Fundación Canaria Gernot Huber“ und wurde dafür mit der Adresse Calle Gernot Huber 33 geehrt. Dazu entschloss sich das zuständige Straßenamt einstimmig, obwohl der Namensträger noch lebt. Tatsächlich haben die örtlichen Behörden den Skulpturenpark und die Stiftung erst jetzt richtig wahrgenommen, nachdem sie ihren Sitz auf die Insel  verlegte. Der Bürgermeister weihte den Park mit einem Festakt ein und bemerkte im Gästebuch: „Ein glücklicher Tag für Granadilla de Abona und für die Kunst.“ Er freute sich, dass die Stiftung Generationen von Künstlern eine Förderung bieten kann und wünschte ihr dafür ein langes Leben.  Der ehemalige Inselpräsident Melchior hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Parks „nicht nur für den kanarischen Archipel, sondern für den Rest der Welt“ hervor.

In Wirklichkeit begann der Parkgründer Gernot Huber schon 1988 das fast 80.000 qm große Areal mit eigenen Skulpturen zu bereichern und gab nach der Gründung der deutschen Stiftung ab 1997 begabten jungen Bildhauern und Bildhauerinnen durch Arbeitsstipendien die Möglichkeit, sich dort zu verwirklichen. Allein in den letzten 24 Monaten entstanden von Künstlern aus Deutschland, Österreich, Russland, Israel und Peru große Werke aus Stein, Stahl und Aluminium.

Installation neuer Werke live erleben

Am 9. November können Besucher den Aufbau von drei neuen Arbeiten des Parkgründers verfolgen, bei dem drei Meter lange vom Wind in Drehung versetzte Spiegel in die Höhe gehievt und dadurch zu einer weithin sichtbaren Landmarke werden. Das in Deutschland hergestellte Material hat die Insel schon erreicht.

Das Besondere an dem Park ist, dass alle Skulpturen wie natürlich in die ursprüngliche Landschaft von Teneriffas Süden „gepflanzt“ wurden. Sie sind umgeben von teils jahrhundertealten endemischen Pflanzen, die auf der Insel immer seltener anzutreffen sind. Huber war vorher ein international tätiger Designer, der bei San Isidro das geeignete Gelände fand, um diesen Traum zu verwirklichen. An die 100 Skulpturen umgeben nun sein selbst entworfenes Haus, das durch die Wiederentdeckung des heimischen Tuffsteins richtungweisend für die Inselarchitektur wurde. Durch die Öffnung für das Publikum können sich nun Besucher aus aller Welt daran erfreuen.

Die „Fundación Canaria Gernot Huber“ in der Calle Gernot Huber 33 befindet sich 300 Meter oberhalb von San Isidro, abzweigend von der Straße nach Granadilla. Jetzt geöffnet immer am zweiten Sonntag der Monate November bis April von 15.00 bis 17.00 Uhr oder nach telefonischer Anmeldung für Gruppen ab 10 Personen unter 922 772 331.

Nach der Eingabe von „Calle Gernot Huber, Tenerife“ bei Google Earth ist das Gelände mit einem Klick leicht zu finden.

Eintritt für Erwachsene gegen eine Spende von 10 Euro für den künstlerischen Nachwuchs. Kinder und Jugendliche frei.




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