Kultureller Austausch der Extraklasse


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Biberacher Jugendblasorchester begeisterte auf Teneriffa

Als die 80 jungen Musikerinnen und Musiker aus dem Landkreis Biberach an Allerheiligen wieder im Flugzeug saßen, das sie von Teneriffa zurück ins heimische Württemberg brachte, ließen sie eine an Probenarbeit, Konzerten und schönen Ereignissen reiche Woche hinter sich.

Im Mittelpunkt der vom Landkreis mitfinanzierten Reise stand eine Arbeitsphase des mit vielen Preisen ausgezeichneten Jugendblasorchesters. Täglich wurde jeweils morgens und abends zwei Stunden intensiv geprobt. „Nur mit solch harter Arbeit bestätigt ein Orchester seinen einmal erworbenen Ruf als Spitzenensemble immer wieder. Die jungen Leute proben deshalb gerne. Auch hier hat es ihnen  Freude gemacht.“ So  Chefdirigent Tobias Zinser, der die „Biberacher“ seit etlichen Jahren leitet. Er allein unterliegt nicht der Altersgrenze von 22 Jahren, nach deren Erreichen Mitglieder des Jugendorchesters ausscheiden müssen. „Für einige war diese Teneriffa-Reise deshalb auch eine Abschiedsreise. Und dieser Abschied fällt ihnen schon schwer.“

Wer die „Biberacher“ in ihrer Woche auf Teneriffa jetzt erleben durfte, hat daran keinen Zweifel. Die schwungvoll schmissigen Platzkonzerte in Los Cristianos und El Médano, sowie in der dortigen Kirche auch das beeindruckende Geistliche Konzert mit Werken für 80 Bläser und Orgel, gestalteten sich zu Triumphen. In solcher Kombination hatte man Musik von Wagner, Strauss & Co. auf Teneriffa bisher nie gehört. Zu verdanken war dies zunächst Teneriffas Inselorganist mit Kultstatus, Josef Fleschhut, der die Reise hierher in unermüdlicher Kleinarbeit mit Freund Tobias Zinser bewirkt hatte. Für die notwendige logistische Unterstützung bei Durchführung und Bewerbung der Konzerte sorgte Padre Sérafin. Aufgrund seiner Kontakte zum Consejo Cultural von Granadilla (Antonio Cabre­ra) und von Arona  (Miguel Angel Mendez-Fernandez) und dem dortigen Tourismusamt, gestalteten sich die Platzkonzerte zu Beginn auch zu einem musikalischen Austausch Spanien-Deutschland, der „Biberacher“ mit den „Bandas Municipales“. Anschließend wurde von den Ayuntamientos zur Fiesta geladen, wurden die „Biberacher“ gastfreundlich kanarisch bewirtet. Nach dem Geistlichen Konzert in der Kirche von El Médano luden begeis­terte Orchesterfans die Musiker zu geistigen Getränken und Saftparty ins kirchennah  gelegene „Cha Cha Cha“. Von der Abschiedsparty dort war es nur ein Sprung zur letzten Nacht ins Hotel Médano, wo die „Biberacher“ sich eine Woche lang wohlgefühlt hatten. Mit Leiter von der Hotelterrasse direkt ins Meer, gelegen an Teneriffas längstem und schönstem Naturstrand, bot ihnen das Hotel Médano tolle Freizeiterholung.

Das Wochenblatt hatte die „Biberacher“ zu einer Bustour über die Insel eingeladen, und im Anschluss daran Parkdirektor Christoph Kiessling zu einem Besuch im „Siam Park“.  „Teneriffa ist einmalig!“ So die einhellige Meinung der Musiker. Wer mag da widersprechen?             

Hans Rueda




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