Künstliche Befruchtung zur Artenrettung


© Loro Parque

Die künstliche Befruchtung wird nicht nur bei Menschen erfolgreich angewandt. Neuerdings wird diese Fortpflanzungsmethode auch bei immer mehr Tierarten erprobt.

Im Fall der Papageien ist es zwar ein komplizierter Prozess, der nicht immer erfolgsgekrönt ist, der Zweck rechtfertigt jedoch den Aufwand.

Auf Teneriffa arbeitet die wissenschaftliche Abteilung der Loro Parque Stiftung in Zusammenarbeit mit der Universität Gießen seit etwa zwei Jahren an einem Projekt zur künstlichen Befruchtung von Spix Aras (Cyanopsitta spixii). Ziel ist die Rettung dieser Art, die in der freien Natur seit dem Jahr 2000 als ausgestorben gilt.

Loro Parque unterstüzt schon lange das Nachzucht- und Arterhaltungsprogramm Brasiliens, Heimatland des seltenen Spix Aras. Neun Exemplare dieser besonderen Papageienart – Leihgabe der brasilianischen Regierung – leben in der Zuchstation auf Teneriffa. Im Jahr 2004 gelang erstmals die sensationelle Nachzucht dieses seltensten Vogels der Welt. Die Experten erhoffen sich von der künstlichen Befruchtung nun eine Beschleunigung des Populationswachstums.




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