Krippen haben auf den Inseln große Tradition


© CajaCan.

Ob in Form eines Krippenspiels, aus Sand geformt, in Miniatur oder mit lebensgroßen Figuren

In allen Gemeinden auf Teneriffa laufen jetzt die Vorbereitungen für Weihnachten und die letzten Arrangements der Festprogramme auf Hochtouren. Stimmungsvoller Lichterglanz herrscht seit Ende November in den Haupteinkaufsstraßen, und über­all finden Konzerte, Ausstellungen und kleine Weihnachtsmärkte statt.

Bis zum 6. Januar 2011 wird es in allen Gemeinden viel zu sehen und zu hören geben. Obwohl auch in diesem Jahr Sparsamkeit angesagt ist, stehen zahlreiche kulturelle Veranstaltungen auf den Programmen, die meist in den Rat­­häusern erhältlich sind.

Ganz besondere Tradition hat auf den Inseln der Krippenbau. Die plas­tische Darstellung der Weihnachtsgeschichte in ihrem vollen Umfang, kunstvoll entworfen und handgefertigt, ge­hört hier zu Weihnachten wie in Deutschland der Christbaum. In keinem Haushalt darf ein „Belén“  fehlen, und jedes Jahr werden neue Figuren und Elemente gekauft und zu einer immer größeren Krippenlandschaft zusammengefügt.

Na­türlich steht der Stall von Bethlehem im Mittelpunkt, doch um ihn herum wird oft ein ganzes Dorfleben nachgestellt, natürlich mit kanarischen Einflüssen. Hie und da entdeckt der Betrachter so in kanarische Trachten gekleidete Dorfbewohner, die inseltypische handgeflochtene Körbe auf dem Kopf tragen. In vielen Krippenlandschaften hat auch der Teide seinen festen Platz. Der Fantasie sind bei der Gestaltung keine Gren­zen gesetzt.

Auf Teneriffa sind zwei dieser „Belenes“ besonders be­rühmt und schon allein durch ihre beeindruckenden Ausmaße sehenswert; das Cabildo und die Sparkasse CajaCanarias lassen diese jedes Jahr von Künstlerhand anfertigen. Die Krippe der CajaCanarias kann in der Eingangshalle der Sparkassenzentrale in Santa Cruz (Plaza del Patriotismo) bis 5. Januar besichtigt werden. Geöffnet Montag bis Samstag 11.30 bis 13.30 und 17.00 bis 20.30 Uhr, sonntags 10.00 bis 13.30 Uhr. An Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen.

Die Cabildo-Krippe kann bis 6. Januar täglich von 9.00 bis 15.00 und 16.00 bis 21.30 Uhr besucht werden. Ausnahmen: Am 24. und 31. Dezember ist die Ausstellung nur von 9.00 bis 15.00, und am 1. und 6. Januar nur von 16.00 bis 21.30 Uhr geöffnet. Spenden der Besucher gehen zugunsten von Caritas.

„Krippentour“

In La Orotava kann eine wahre „Krippentour“ unternommen werden und insgesamt 20 verschiedene künstlerisch gestaltete und handgearbeitete Krippen besichtigt werden. Sie sind in Privathäusern, Kirchen und Geschäften ausgestellt. Alle Infos zu den jeweiligen Öffnungszeiten gibt es im Touristeninfobüro beim Auditorio Teobaldo Power.

Besondere Erwähnung verdient die Krippe, die auf dem Rathausplatz aufgebaut ist. Über 300 lebensgroße Figuren stellen hier das Dorfleben, einen Markt und natürlich den Stall von Bethlehem dar.

Eine im Maßstab zwar sehr viel kleinere, dafür umso kunstvollere Krippe wurde von einem Hobbykünstler angefertigt und ist jedes Jahr Teil der Krippenkunst in La Orotava. Der historische Stadtkern, die volkstümlichen Bräuche und Tradititionen sowie das Landleben in den höheren Lagen der Gemeinde sind in diesem „Belén“ dargestellt. Auch die typisch kanarischen Handwerksberufe, Weinpressen, Wassermühlen etc. findet man in der liebevoll arrangierten Krippenlandschaft. Geschaffen wurde das Kunstwerk vom lokalen Handwerksmeister José Clemente García Hernández und seiner Familie. Dieses „Kunstwerk“ finden Sie in der Avenida Sor Soledad Cobián Nr. 10. Geöffnet bis 5. Januar von 10.00 bis 13.30 u. 17.00 bis 21.30 Uhr. 25.12. u. 1.1. geschlossen.

Sandkunstwerk

Die Weihnachtsgeschichte am Canteras-Strand in Las Palmas de Gran Canaria gehört ebenfalls schon zur Tradition dieser Jahreszeit. Sandbildhauer aus verschiedenen Ecken der Welt haben in wochenlanger Arbeit ein Sandkunstwerk geschaffen, das bis 7. Januar täglich besichtigt werden kann.

Diese besondere Krippenlandschaft zieht alljährlich große Besucherscharen an und auch in diesem Jahr rechnet die Stadt damit, dass etwa 300.000 Menschen das Kunstwerk besichtigen werden. Immerhin ist es die größte Krippe Europas.




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