Krankenhäuser im Verzug


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Eröffnung bzw. Fertigstellung ziehen sich weiter hin

Die „unendliche Geschichte“ der Projekte Nord- und Südkrankenhaus nimmt kein Ende. Eigentlich sollte Mitte April zumindest das Ärztezentrum vom Nordkrankenhaus bei Icod de los Vinos eröffnet werden, doch wurde daraus nichts. Auch eine Fertigstellung des Südkrankenhauses bei Los Cristianos liegt in weiter Ferne.

Anfang April kündigte Cabildo-Vizepräsident Aurelio Abreu die Eröffnung des Ärztezentrums vom Nordkrankenhaus für Mitte des Monats an. Doch am 13. April erklärte Brígida Mendoza, Leiterin des kanarischen Gesundheitsamtes, die kanarische Regierung wolle das Ärztezentrum zwar so bald wie möglich eröffnen, doch die Kürzungen im Staatshaushalt würden die Inbetriebnahme erschweren. Ein neues Datum für die Eröffnung nannte Mendoza nicht.

In Bezug auf das Südkrankenhaus äußerte sich Anfang April Inselpräsident Ricardo Melchior gegenüber einer Tageszeitung. Melchior gab an, das Cabildo habe seinen finanziellen Anteil am Bau geleistet, die Verzögerungen beruhten allein auf der Nichtzahlung der kanarischen Regierung. Teneriffas Cabildo-Präsident zeigte an, es liege nicht am fehlenden Willen der Regionalregierung sondern am Sparzwang. Er deutete an, nun kämen auch noch die Kürzungen im Staatshaushalt dazu. Trotzdem hoffe er, dass das Ärztezentrum und die Notaufnahme im März nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen könnten.

Die Bürger im Inselsüden jedenfalls sind mehr als verärgert, dass die Fertigstellung des so lange geforderten Krankenhauses wieder in weite Ferne rückt. Und so folgten viele dem Aufruf einer Bürgerplattform und nahmen am 21. April an einem Protestmarsch durch Los Cristianos teil.




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