Konsumverbot für Leitungswasser aufgehoben


© Moisés Pérez

Gesundheitsamt erklärt Wasser wieder in allen Gemeinden im Norden Teneriffas für unbedenklich

Am 21. April wurde das von der regionalen Gesundheitsbehörde verhängte Konsumverbot für Trinkwasser in verschiedenen Gemeinden im Norden Teneriffas bereits teilweise wieder aufgehoben.

Am 22. April kam dann die endgültige Entwarnung und die Mitteilung durch das Gesundheitsamt, das Leitungswasser sei den durchgeführten Analysen zufolge wieder einwandfrei und somit auch als Trinkwasser geeignet. Damit wurde das Verbot auch in den drei am stärksten betroffenen Gemeinden Santa Úrsula, La Victoria und La Matanza aufgehoben.

Ein 55-jähriger Mann wurde im Zusammenhang mit dem Unfall festgenommen, bei dem zwischen drei und fünf Liter Diesel in das Kanalwasser gelangte, das aus dem Stollen Pino Soler in den Höhenlagen von La Orotava fließt und zahlreiche Städte im Norden der Insel von La Orotava bis La Laguna mitversorgt. Anscheinend ereignete sich der Zwischenfall bei der Reparatur eines Motors. Ein Anwohner hatte die Polizei verständig, nachdem er einen starken Dieselgeruch wahrgenommen hatte. Das Wasser aus dem Wasserstollen Pino Soler, wo sich der Vorfall ereignete, fließt direkt in den Hauptversorgungskanal, der von Los Realejos bis Santa Cruz führt.

Nach Bekanntwerden der Verschmutzung wurde umgehend ein absolutes Konsumverbot des Leitungswassers für die Gemeinden Santa Úrsula, La Victoria und La Matanza verhängt. Das Verbot galt zunächst auch für die Gemeiden El Sauzal, Tacoronte und La Laguna, obwohl Analysen schnell ergaben, dass die Wasserbecken dieser Städte nicht betroffen waren. Das Leitungswasser sollte in den betroffenen Gebieten weder zum Trinken, noch zum Kochen und zur Körperhygiene verwendet werden. Lediglich zum Putzen sei es freigegeben, hieß es in einer Mitteilung. Lautsprecherwagen fuhren bis in die Nacht hinein durch die Stadtgebiete und verbreiteten die Nachricht von dem Verbot.

Nachdem festgestellt wurde, dass das Leitungswasser wieder einwandfrei und als Trinkwasser geeignet ist, meldeten sich die Bürgermeisterin von Santa Úrsula, Milagros Pérez, und ihre Kollegen von La Victoria, Haroldo Martín, und La Matanza, Ignacio Rodríguez, zu Wort. Einerseits lobten sie das schnelle Eingreifen der Polizei und der Behörden sowie die rasch erfolgte Schließung der Zuläufe der betroffenen Wasserbecken. Allerdings tauchte auch die Frage auf, wie es möglich sein kann, dass solche Unfälle geschehen. Haroldo Martín erklärte, dass die zuständigen Behörden sich darüber Gedanken machen und entsprechende Schritte einleiten sollten.

La Matanzas Bürgermeister Ignacio Rodríguez beklagte hingegen die lange Wartezeit auf die Analyseergebnisse. Es sei unverständlich, so Rodríguez, dass es kein spezialisiertes Labor auf der Insel gebe und man so lange auf die Ergebnisse habe warten müssen. La Matanza war die letzte Gemeinde, in der das Verbot des Wasserkonsums aufgehoben wurde.




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