Kommt der Nordzug nun doch?


© CabTF/Metropolitano

Neuer Entwurf des Streckenverlaufes liegt öffentlich aus

Trotz aller Schwierigkeiten treibt Teneriffas Inselregierung die Zugprojekte weiter voran und legte vor Kurzem den neuen Entwurf des Gebietsplanes für den Bau der nördlichen Zugstrecke öffentlich aus.

Zwar wurden innerhalb kürzester Zeit wieder Hunderte Einsprüche eingelegt, doch handelt es sich dieses Mal um kleine Änderungsvorschläge, sodass der endgültige Streckenplan bald beschlossen werden könnte.

Ende Juli segnete das Cabildo den neuen Entwurf des Gebietsplanes für den Bau der nördlichen Zugstrecke ab, der seitdem im Bürgerbüro des Cabildos und in den Büroräumen von Metropolitano für zwei Monate eingesehen werden kann. Im neuen Entwurf sind viele frühere Beschwerden gegen Zwangsenteignungen, Streckenverlauf und Bahnhofplatzierungen geregelt worden. Die meisten ursprünglich betroffenen Wohnhäuser werden jetzt nicht mehr vom Vorhaben berührt.

Mittlerweile liegen zwar schon wieder zahlreiche Einsprüche vor, doch sollen die meisten nicht sonderlich schwerwiegend sein. Das Cabildo hofft, den endgültigen Gebietsplan Anfang nächsten Jahres beschließen und die Ausarbeitung der einzelnen technischen Projekte in Auftrag geben zu können.

Der Gebietsplan für den Streckenverlauf des Südzuges soll sich übrigens derzeit in Überarbeitung befinden.

Dem Festhalten an Zukunftsplänen und Einsatz in allen Ehren, fraglich ist jedoch, wie sich das Cabildo die Finanzierung vorstellt, schließlich beschränkt sich der diesjährige staatliche Beitrag für alle drei kanarischen Zugprojekte (Teneriffas Nordzug und Südzug sowie der Zug auf Gran Canaria) auf drei Millionen Euro.

In 33 Minuten

Der derzeitige Entwurf des Gebietsplanes für den Nordzug sieht eine Streckenlänge von 37,3 km vor. Davon sollen 48% überirdisch, 50% unterirdisch und 2% über Bahnbrücken verlaufen. Geplant sind insgesamt sieben Bahnhöfe, die allesamt das Umsteigen auf andere öffentliche Verkehrsmittel und so das Erreichen auch von entfernen Ortschaften ermöglichen. Der derzeit aktuelle Gebietsplan ist auf einen Hochgeschwindigkeitszug zugeschnitten, der 220 km/h schnell fahren kann. Einmal umgesetzt, soll der Fahrgast innerhalb von 33 Minuten von Santa Cruz nach Los Realejos gelangen. Geplant ist, dass jede 15 Minuten ein Zug fährt.




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