Kein Geld für Großprojekte


Minimale Posten für Schnellstraßenring und Krankenhäuser

Der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr gibt Aufschluss über die Zukunft laufender Großprojekte. Die konkreten Zahlen, die nun auf den Tisch gelegt wurden, fallen weitaus geringer aus, als noch vor Kurzem angekündigt und widersprechen teilweise den Regierungsankündigungen.

Schon seit Längerem steht fest, dass Teneriffas Schnellstraßenring – zumindest so wie geplant – in nächster Zeit nicht fertiggestellt werden kann. Auf staatlicher und regionaler Ebene mangelt es einfach am nötigen Geld. Um den insbesondere für den Westen Teneriffas bedeutenden „Anillo insular“ zumindest provisorisch schließen zu können, hatte man in letzter Zeit ausgiebig nach Übergangslösungen gesucht. Schlussendlich sollten für 20 Millionen Euro die zur Fertigstellung des Teilstücks zwischen Armeñime und Santiago del Teide nötigen Brücken gebaut sowie 25 Millionen Euro in die Ausbesserung der veralteten Straße zwischen Santiago del Teide und El Tanque investiert werden (das Wochenblatt berichtete). Doch im Haushaltsplan für das kommende Jahr sind lediglich 120.000 Euro für den Schnell-straßenring vorgesehen. Merk-würdigerweise entfallen davon 110.000 Euro auf die bereits offiziell verschobene Anlegung der Verbindungsstraße nach Fonsalía und 10.000 Euro auf den Bau der zweiten Röhre des Tunnels El Bicho.

Zwar sieht der Posten für das Süd- und das Nordkrankenhaus etwas besser aus, ist aber mit 1,5 Millionen Euro ebenfalls bei Weitem nicht ausreichend.

Das sozialgesundheitliche Zentrum des Südkrankenhauses bei Los Cristianos ist zu 80% fertiggestellt, doch nachdem die Regionalregierung die Zahlungen eingestellt und sich ein Schuldenberg von elf Millionen Euro angehäuft hatte, stehen die Arbeiten seit Ende 2010 still. Auch die Arbeiten am Krankenhaustrakt gehen eher zäh voran.

Auch in das Nordkrankenhaus bei Icod de los Vinos müsste noch investiert werden, denn bisher werden nur im sozialgesundheitlichen Zentrum und im Ärztezentrum die Bewohner bzw. Patienten betreut, während der Krankenhausteil u.a. wegen fehlender Ausstattung noch nicht in Betrieb genommen wurde.




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