Kein Geld für Facelifting


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Auch das „Abkommen zur Erneuerung“ der Urlaubsorte Teneriffas fällt dem Sparzwang zum Opfer

Dem zwischen dem Tourismus-Amt, dem Cabildo und den Rathäusern von Arona, Adeje, Santiago del Teide und Puerto de la Cruz sowie dem Hotelverband Ashotel geschlossenen „Abkommen zur Erneuerung“ der Urlaubsorte Teneriffas geht nach über fünf Jahren nun langsam die Luft aus, denn die Zentralregierung hat den diesjährigen Zuschuss von zehn Millionen Euro gestrichen.

Mit den bereits im letzten Jahr zugesagten 3,7 Millionen Euro können noch acht Projekte umgesetzt werden, doch dann wird dem Plan erst einmal der Hahn abgedreht. Weitere 49 bereits ausgearbeitete Vorhaben zur Verschönerung von Puerto de la Cruz, Arona, Adeje und Santiago del Teide müssen zur Senkung des Staatsdefizits auf Eis gelegt werden.

Zu den Projekten, die noch umgesetzt werden können, gehören in Adeje die Bepflanzung an der Südautobahn in Höhe des Siam Parks und die Verschönerung der Calle Londres, in Arona die Verschönerung der Bereiche um den Fußballplatz, der Avenida Rafael Puig und der Strandpromenade zwischen den Stränden von Las Vistas und El Camisón. In Santiago del Teide die Wiederherstellung der Plaza Buganvilla, des Strandes von Los Guíos und die Anlegung von kleineren Bewässerungsgräben.

Sinn und Zweck des „Abkommens zur Erneuerung“ der Urlaubsorte Teneriffas ist die Modernisierung der Urlaubsorte, denn deren Image kann zur Wiederkehr der Touristen entscheidend beitragen. Und so wurden bis heute diverse Straßen, Plätze, Gärten und Stadtmobiliar der vier Urlaubsorte instand gesetzt und erneuert.

Allerdings kommt zumindest Adeje aufgrund des „Kanarischen Strategieplanes zur Verbesserung des öffentlichen touristischen Bereiches“, an dem auch die Regionalregierung teilnimmt, in den Genuss weiterer Verschönerungsarbeiten. Derzeit wird die Fußgängerzone bei der Straße Ernesto Sartí instand gesetzt, im kommenden Jahr sollen die Plaza del Duque, die Calle Unterhaching, die Avenida de los Pueblos und die Calle de Londres in Angriff genommen werden.

Vorhandene Strukturen nutzen

Im Rahmen der sogenannten „Ley de Medidas Urgentes“ zur Modernisierung der Urlaubsorte, welche die Renovierung oder den Abriss veralteter und den Bau neuer Hotels fördert, hätten über 100 Unternehmer Renovierungs- und Umbauprojekte angemeldet, erklärte Ricardo Fernández de la Puente gegenüber einer Tageszeitung.

Ein Unternehmer soll den Bau eines neuen Fünfsternehotels im Gebiet von Meloneras, Gran Canaria, vorgeschlagen haben.

Fernández de la Puente zeigte sich überrascht angesichts des großen Interesses. Jesús Romero von der Behörde für Raumordnung erklärte, die hohe Teilnahme beweise, dass die touristischen Unternehmer mit Regionalpräsident Paulino Rivero einer Meinung seien, der seit langem auf dem Standpunkt stehe, aufgrund des fehlenden Grund und Bodens, der veralteten Strukturen und des Bettenüberschusses müsse statt auf Neubauten vielmehr auf Renovierung und Modernisierung gesetzt werden.

Romero wies auf die öffentlichen Projekte der „Ley de Medidas Urgentes“ hin, die zu einer erheblichen Verschönerung von Teguise, Tías (Lanzarote) und Corralejo (Fuerteventura) beigetragen hätten. Derzeit modernisiere man San Bartolomé de Tirajana (Gran Canaria), später dann wolle man Los Cristianos, Santiago del Teide (Teneriffa) und Puerto de Naos (La Palma) angehen. Puerto de la Cruz gehöre nicht zu den geplanten Einsatzorten, da dort das Konsortium zur Erneuerung von Puerto de la Cruz die Modernisierung übernommen habe.




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