Kein Ende beim Rettungsschwimmer-Skandal von Arona in Sicht


© Turismo de Tenerife

Gewerkschaften fordern eine Lösung des Dauerproblems

Die Gewerkschaft CGT hat den Hotelverband Ashotel aufgefordert, sich stärker als bisher für eine Lösung des Problems der Rettungsschwimmer von Arona einzusetzen (das Wochenblatt berichtete) und Druck auf den Stadtrat auszuüben.

Die Mitarbeiter der Strandaufsicht der Playa Las Vistas haben wegen der Pleite der von der Stadtverwaltung mit dem Rettungsdienst beauftragten Firma seit August letzten Jahres keinen Lohn mehr erhalten, müssen aber dennoch einen Notdienst aufrechterhalten. Schon seit Langem war ihnen dafür das Erste-Hilfe-Material ausgegangen. In diesem Zusammenhang brandmarkte die Gewerkschaft es als erbärmlich und „zynisch“, dass zur Übergabe einer Spende von Verbandsmaterial, Sonnenschirmen und Wasser, mit der der Hotelverband und verschiedene ortsansässige Unternehmen wenigstens diesem Mangel abhelfen wollen, auch der Bürgermeister Francisco Niño erschienen war. Schließlich hätten Niño und der Stadtrat bei der Lösung des Problems versagt und diese Spende überhaupt erst notwendig gemacht. Die Schamlosigkeit, auf dieser Veranstaltung sein Gesicht zu zeigen, illustriert die ganze Dekadenz einer Politikergruppe, die in ihrem Stadtsäckel nicht einmal die Scherflein zusammenkratzen kann, die das Bereitstellen der notwendigen Arbeitsmaterialien kostet, sich jedoch andererseits ohne Weiteres ein Weihnachtsgeld auszahlen konnte, dessen Aussetzung eigentlich schon beschlossen und verkündet war. CGT kritisierte weiterhin, dass auch Ashotel sich mehr für das touristische Image der Stadt interessiere als für das Schicksal der Rettungsschwimmer, die mit ihren Familien in schwere existenzielle Not geraten sind.




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