Karneval 2014 in Santa Cruz: Fast alles wieder im Lot


Bürgermeister lenkt ein und befreit Designer von Haftpflichtversicherungszwang

Natürlich liegt der Stadt Santa Cruz de Tenerife der Karneval am Herzen, und selbstverständlich bemüht sich nun Bürgermeister José Manuel Bermúdez nach Kräfte, die aufgebrachten Gemüter unter den Kostümdesignern zu beruhigen.

Die Designervereinigung, in der sich die Schöpfer der prunkvollen Kleider der Karnevalsköniginnen zusammengeschlossen haben, hatte damit gedroht, die Wahl der Karnevalskönigin 2014 zu boykottieren bzw. keine Kleider anzufertigen, sollte die Stadt nicht die kürzlich beschlossene Auflage aufheben, durch die sie zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung gezwungen werden sollten (das Wochenblatt berichtete).

Bei einem Treffen mit den Designern zeigte sich Bürgermeister Bermúdez kompromissbereit und teilte mit, dass der Haftpflichtversicherungszwang für die Designer der Kostüme aufgehoben und die Stadt ihre Haftpflichtversicherung auf 600.000 Euro erhöhen wird, um die Absicherung der Kandidatinnen zu gewährleisten. Unter den Designern machte sich angesichts dieses Eingeständnisses Erleichterung breit.

Doch nun herrscht Uneinigkeit bei der neuen Größenvorschrift für die Kleider der Kandidatinnen. Demnach sollten die Designer sich an neue Höchstmaße halten, die sie jedoch als nicht akzeptabel ablehnen. Bislang lag die Grenze für die Kostüme der Kandidatinnen zur Wahl der Karnevalskönigin bei fünf Metern Höhe, fünf Metern Breite und sechs Metern Tiefe. Neuerdings sollen sich die Schöpfer der Fantasiekostüme an die Maße vier mal vier und viereinhalb Meter Tiefe halten, und zwar weil die Feuerwehr angeblich mit ihren Löschgeräten hinter der Bühne nur eine Reichweite bis zu einer Höhe von vier Metern hat.

José Manuel Bermúdez wich in dieser Angelegenheit nicht von seinem Standpunkt ab und unterstrich, dass er nicht bereit sei, die Sicherheit der Kandidatinnen zu gefährden. Ohne Ergebnis wurde die Entscheidung vertagt und beschlossen, bei der nächsten Besprechung Experten der Feuerwehr zu Rate zu ziehen.

Zu lange dürfen sich die Diskussionen allerdings nicht mehr hinziehen, denn die Anfertigung der aufwendigen und bis ins kleinste Detail kunstvollen Fantasiekostüme sollte schon längst begonnen haben, damit sie rechtzeitig zur Königinnengala 2014 fertig sind.




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