Kanarische Polizei nimmt Sicherheit von Adeje in Angriff


Die konkreten Kompetenzen und Aufgaben des regionalen Körpers sind jedoch weiterhin umstritten und unklar

Bei der Sitzung des kanarischen Parlaments am 17. Januar drehte sich die Debatte wieder einmal um die Kanarische Polizei.

Manuel Marcos Pérez von der sozialistischen Partei  (PSOE) setzte den Startschuss mit der an Präsident Paulino Rivero (CC) gerichteten Kritik, die Exekutive habe immer noch nicht dem Parlament die Kompetenzen der umstrittenen Regionalpolizei genau erklären können. Laut Pérez habe der Sicherheitskörper scheinbar jede Menge unterschiedlicher und abweichender Funktionen inne, u.a. die Zuständigkeit bei Kindesentführungen, die Überwachung touristischer Gebiete oder die Unterbindung der Dealerei an Schulen.

Im Gegenzug wies Rivero den Sozialisten Pérez darauf hin, dass die Kompetenzen der Kanarischen Polizei gesetzlich festgelegt seien und der Sicherheitsapparat in Kürze in Adeje, San Bartolomé de Tirajana (Gran Canaria) und Teror (Gran Canaria) die Arbeit aufnehmen werde. Dort seien Abkommen über die Zusammenarbeit mit der Lokalpolizei geschlossen worden, um die Sicherheit in den touristischen Gebieten zu verbessern.

Der Präsident fügte leicht ungehalten hinzu, die Regionalpolizei sei verpflichtet, die Umgebung der Schulen zu kontrollieren. Außerdem werde in den nächsten Wochen ein erneutes Treffen mit dem Sicherheitsrat stattfinden. Geplant sei der Beschluss von Koordinationsprotokollen zwischen der Kanarischen Polizei und den staatlichen Sicherheitskräften. Der Nationalist betonte, Ziel sei die Verbesserung der öffentlichen Sicherheit.

Manuel Marcos Pérez zeigte sich wenig beeindruckt von den Erklärungen des Regierungschefs und erklärte, nach einem Jahr würde Rivero das Parlament wieder überraschen, indem er die Kanarische Polizei mit einer Art Nachrichtenagentur vergleiche. Der Sozialist konnte sich nicht verkneifen, erneut auf die hohen Kosten hinzuweisen, die die Kanarische Polizei der Region bereite. Schließlich könne dieses Geld auch Gesundheit, Erziehung und Sozialdiensten zugute kommen.




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