Kanarische Inseln an der Weltspitze in Sachen Nierentransplantationen


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Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl steht der Archipel an erster Stelle

Im Universitätskrankenhaus Hospital Universitario de Canarias (HUC) in Santa Cruz wurde vor einem halben Jahr die zweitausendste Nierentransplantation erfolgreich vorgenommen. Dies nahm das kanarische Gesundheitsministerium zum Anlass für eine Pressekonferenz, in der über die seit 27 Jahren erfolgreiche Transplantationseinheit des Krankenhauses berichtet wurde.

Die kanarische Gesundheitsministerin Mercedes Roldós erinnerte daran, dass die erste Nierentransplantation auf den Kanaren im Jahr 1981 im HUC vorgenommen und schon ein Jahr später das „Programa Canario de Transplantes Renales“ ins Leben gerufen wurde. Nach dem Erfolg der ersten Transplantationen schlossen sich die Nieren-Teams der vier großen kanarischen Krankenhäuser zusammen und setzten die Anwärter auf Spendernieren aller Inseln auf eine einzige Warteliste. In den Krankenhäusern El Pino, Insular und La Candelaria wurden ab diesem Zeitpunkt Nieren entnommen. Die Transplantationen fanden im HUC auf Teneriffa statt. Im März 2008 wurde die Niere Nr. 2.000 eingesetzt.

Roldós verkündete stolz, dass die Kanaren im Verhältnis zur Bevölkerungszahl weltweit an der Spitze der Zahl an Nierentransplantationen stehen. Parallel dazu ist auch interessant, dass die Inseln eine um 50% höhere Prävalenz von chronischer Niereninsuffizienz verzeichnen als die anderen spanischen Regionen. Die spanische Gesellschaft für Ne­phrologie (S.E.N.) zählte im Jahr 2006 in Spanien pro Million Einwohner 25 Diabetes-Fälle, auf den Kanaren erhöhte sich diese Zahl auf 65 Patienten. 2007 wurden auf den Kanaren pro Million Einwohner 145 Dialyse-Patienten gezählt.

200 Bäume als Symbol

Mit dem „Wald der Spender“ wurde am 18. Oktober den Nierenspendern auf den Kanaren ein Denkmal gesetzt. Im Gebiet von El Moquinal im Mercedes-Wald wurden im Beisein der kanarischen Gesundheitsministerin 200 kanarische Bäume „verpflanzt“.




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