Kanaren verlieren 23% des Seniorenprogramms


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Hotelverband warnt vor den Folgen des neuen Haushaltsplans

Der Präsident des Hotelverbandes Ashotel, Jorge Marichal, hat sich kritisch über die Pläne der spanischen Regierung für den Staatshaushalt 2013 geäußert.

Nach seiner Einschätzung wird dieser, wenn der vorliegende Vorschlag so verabschiedet wird, nur „mehr Elend für ein weiteres Jahr bringen“ und er warnt vor den negativen Folgen für den Tourismussektor.

Nach der Einschätzung Marichals kann diese Haushaltsplanung das Land nicht aus seiner jetzigen Situation herausholen. Es brauche wirtschaftliche Impulse, die Haushaltsplanung sei jedoch überwiegend bestimmt von der Schuldentilgung und den Verpflichtungen gegenüber Brüssel. Insgesamt werde dem Tourismussektor nicht die ihm zukommende Bedeutung beigemessen, obwohl es doch, wenn man den Zustand der anderen Wirtschaftssektoren bedenke, nur logisch sei, ihm ganz besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Außergewöhnlich hart getroffen werden die Kanaren von den Kürzungen beim Förderprogramm für Seniorenreisen, Imserso. Der Reiseveranstalter Mundo Mayor, der für die Verteilung der Kontingente zuständig ist, hat bekannt gegeben, dass für das kommende Jahr nur noch 102.000 Plätze auf die Kanaren entfallen, während es in der vorangegangenen Saison noch 133.000 waren. Diese verteilen sich auf vier Urlaubsgebiete: den Norden und den Süden Teneriffas sowie Lanzarote und Gran Canaria.

Für Puerto de la Cruz ist Imserso von besonderer Bedeutung, denn es bringt eine große Zahl spanischer Urlauber in die Stadt. Im vergangenen Jahr reisten knapp 10 % aller Puerto-Touristen im Rahmen dieser Seniorenförderung an. Demnach könnte Puerto im kommenden Jahr allein durch diese Kürzungen 15.000 Besucher einbüßen.




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