Kampf gegen die Schulden


Puerto de la Cruz beantragt Kredit in Höhe von 20 Mio. Euro

Der Schuldenberg von Puerto de la Cruz wächst weiter. Mit 13 Millionen Euro Schulden bei privaten Gläubigern (Stand: April 2012) ist die Stadt die am höchsten verschuldete Gemeinde im Norden Teneriffas.

Mitte Mai wurde in einer Gemeinderatssitzung ein neuer Kreditantrag beim staatlichen Kreditinstitut ICO beschlossen, um die nunmehr auf 20 Millionen Euro angewachsenen Lieferantenschulden abzubauen. Ursprünglich war die Gemeinde im Rahmen des sogenannten „Plan de Ajuste“ zum Abbau der Gläubigerverbindlichkeiten von einem Schuldenstand von 13,9 Millionen Euro ausgegangen. Die Erhöhung auf 20 Millionen Euro ist größtenteils durch die Einbeziehung der Schulden beim Wasserversorgungsunternehmen Aqualia bedingt, die über fünf Millionen Euro betragen.

 Dem Gemeinderatsbeschluss zufolge soll beim staatlichen Kreditinistitut ein Kredit in Höhe von 20.180.207 Euro beantragt werden, um die aufgelaufenen Schulden begleichen zu können. Die Rückzahlungsfrist für den Kredit soll auf maximal 10 Jahre festgelegt werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt in Puerto de la Cruz mittlerweile 650 Euro je Einwohner.

Der Kreditantrag wurde mit den Stimmen der Gemeinderatsmitglieder von Coalición Canaria (CC) und Partido Popular (PP) beschlossen. Die Sozialisten (PSOE), die Vereinigte Linke (IUC) und die lokale Partei Vecinos por el Puerto (VxP) enthielten sich bei der Abstimmung. Bürgermeister Marcos Brito teilte den Mitgliedern der Opposition unmissverständlich mit, dass der Sanierungsplan nur gemeinsam umgesetzt werden könne, wenn auch alle die Spielregeln akzeptieren.




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