Junge Trunkenbolde sorgten mit Bombendrohung für Aufregung


Auf einem Flug von Manchester nach Teneriffa

Dank des Montrealer Übereinkommens werden die zwei jungen Engländer, die sich auf einem Flug von Manchester nach Teneriffa einen geschmacklosen Scherz erlaubt haben, möglicherweise ohne eine Haftstrafe davonkommen.

Die beiden 18 und 19 Jahre alten englischen Touristen hatten die Flugbegleiter auf ihrem Thomas Cook-Flug von Manchester nach Teneriffa um den Ausschank alkoholischer Getränke gebeten. Nachdem die Flugbegleiter dem Wunsch der bereits offensichtlich angetrunkenen jungen Männer nicht nachkamen, hatten diese behauptet, eine Bombe an Bord geschmuggelt zu haben. Das Bordpersonal teilte dies dem Kapitän mit, der seinerseits den Tower am Südflughafen von Teneriffa benachrichtigte.

Nach der Landung wurde die Maschine in einen abgelegenen Bereich des Flugfelds geleitet und von der Guardia Civil durchsucht. Dabei wurden keine Sprengkörper oder Explosivstoffe gefunden. Dennoch musste der vorschriftsmäßige Sicherheitsplan aktiviert werden. An Bord der Maschine befanden sich 218 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder, und der Zwischenfall sorgte für eine fast vierstündige Verspätung.

Schließlich stellte sich die Bombendrohung wie erwartet als falsch heraus und die betrunkenen jungen Männer wurden verhaftet. Nach drei Tagen wurden die mutmaßlichen Bombenleger gegen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Ihnen wird gemäß dem Montrealer Übereinkommen im internationalen zivilen Luftverkehr der Prozess in Spanien gemacht, wo ihnen für die falsche Bombendrohung eine maximale Haftstrafe von einem Jahr droht. In Großbritannien würden sie laut gültigem Gesetz mit mindestens fünf Jahren Freiheitsentzug bestraft werden.




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