Jetzt ziehen die Anwohner vor Gericht


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Bauskandal in der Urbanisation Las Cuevas

Seit Monaten beschäftigt sich die Inselpresse mit zwei Bauvorhaben in der zur Gemeinde La Orotava gehörenden Urbanisation Las Cuevas, die vom Nachbarschaftsverband als Bauskandal bezeichnet werden. Auch das Wochenblatt berichtete wiederholt über den Fall.

Ein Gespräch mit Bürgermeister Isaac Valencia, dem Stadtarchitekten und dem juristischen Berater der Stadtverwaltung Anfang August führte zu keinem Ergebnis.

Die Gemeindevertreter beharrten auf ihrem Standpunkt, dass die umstrittenen Baulizenzen im vollen Einklang mit geltendem Recht stehen. Sie gaben den Vertretern des Nachbarschaftsverbandes den Rat, ihr Recht vor Gericht zu erstreiten, stellten jedoch ein weiteres Treffen Ende August oder Anfang September in Aussicht. Da das Gespräch trotz wiederholter Anfragen durch die Präsidentin des Verbandes bislang nicht zustande gekommen ist, sondern nur fadenscheinige Entschuldigungen erfolgten, will man nun dem Rat des Bürgermeisters folgen und das Gericht anrufen.

Inzwischen hat ein Sachverständiger ein Gutachten ausgearbeitet aus dem hervorgeht, dass bei den beiden umstrittenen Bauprojekten, an denen übrigens in geradezu frenetischem Rhythmus gearbeitet wird, diverse Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften und den Bebauungsplan der Zone zu verzeichnen sind.

Bei dem Projekt Residencial La Riviera hat der Sachverständige sage und schreibe 17 Punkte aufgezeichnet, die zu den geltenden Normativen im Widerspruch stehen. Er ist der Meinung, dass die Anwohner von Las Cuevas mit der Unterstützung eines versierten Anwaltes, der auf das Urbanisationsrecht spezialisiert ist, gute Chancen haben, vor Gericht Recht zu erhalten.

Doch Anwälte und Sachverständige arbeiten nicht umsonst und die Mittel, die der Nachbarschaftsverband durch die Beiträge seiner Mitglieder und Spenden interessierter Anwohner zur Verfügung hatte, sind durch die Ausgaben für Beraterhonorare, Drucksachen etc. so gut wie aufgebraucht. Jetzt sind die Hausbesitzer der Zone aufgerufen mit ihrer Spende dazu beizutragen, dass die Stadt per Gerichtsbeschluss dazu gezwungen wird, die illegalen Baugenehmigungen aufzuheben. Es geht ja nicht nur um die beiden umstrittenen Bauvorhaben. In der Urbanisation befinden sich noch mehrere unbebaute Grundstücke, auf denen man über kurz oder lang neue „Monsterbauten“ errichten könnte, wenn nicht ein Exempel statuiert wird. Das Konto der Asociación de Vecinos Las Cuevas – El Lagar lautet:

BBVA 0182 477029 02015 53 541

Spenden können auch mittwochs in den Abendstunden im Versammlungsraum des Verbandes abgegeben werden.

Übrigens ist für die kommenden Wochen eine Plakataktion geplant. Möglichst viele Eigentümer sollen eines der Protestplakate an ihrem Haus anbringen, die beim Nachbarschaftsverband käuflich erworben werden können.




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