Jetzt doch: Granadilla-Hafen wird gebaut


© C. Quintana

Die Regionalregierung hat das letzte rechtliche Hindernis ausgeräumt

Mit der Gründung einer sogenannten Umweltbeobachtergruppe hat die kanarische Regierung das letzte rechtliche Hindernis für den Bau eines in Granadilla de Abona geplanten Industrie- und Handelshafens ausgeräumt.

Diese Überwachungsgruppe, die in Form einer Stiftung des öffentlichen Rechts konzipiert wurde, war eine letzte Bedingung, die die Europä­ische Union gestellt hatte, um das nicht zuletzt bei Umweltschutzorganisationen mehr als umstrittene Hafenprojekt zu genehmigen. Diese Umweltbeobachtergruppe, deren Finanzierung zu 30% die Regionalregierung und zu 70% Teneriffas Hafenbehörde trägt, ist Teil der von der EU geforderten „umweltlichen Entschädigungsmaßnahmen“. Diese sollen die zu erwartenden schwerwiegenden Folgen für die Umwelt an Granadillas bislang noch sehr gut erhaltener Küste eindämmen bzw. einen Ausgleich schaffen. Hauptaufgabe dieser Überwachungsgruppe ist, wie der Name schon sagt, die Überwachung der Bauarbeiten im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Umwelt.

Jahrelang kämpften Umweltschutzorganisationen und Bürgerplattformen vehement gegen den geplanten Hafen, den sie nicht nur für unsinnig halten, sondern vor allem unwiderruflich verheerende Folgen für die Umwelt an einem der noch ursprünglichsten Küs­tenstreifen Teneriffas vorraussagen. Trotz ihres unermüdlichen Einsatzes und zahlreicher Demonstrationen, die von Tausenden von Einwohnern Teneriffas unterstützt wurden, sollen nun in Kürze die Bauarbeiten beginnen.




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