Inselregierung segnet Maßnahmen zur Lösung des Stauproblems ab


© fotosaereasdecanarias.com

Im Juni oder Juli soll mit den Arbeiten begonnen werden

Die Inselregierung hat die angekündigten Maßnahmen zur Behebung des Stauproblems auf der Nordautobahn (das Wochenblatt berichtete) endgültig abgesegnet und knapp 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

José Luis Delgado, Leiter des Straßenressorts erklärte jetzt, es solle im Juni oder Juli mit den Arbeiten begonnen werden. 

Delgado erläuterte die Details der Vorhaben. Demnach werde in einer ersten Phase eine Direktverbindung zwischen der Vía de Ronda und der Verbindungsautobahn TF-2 gebaut, um diesen Verkehr erst gar nicht auf die Nordautobahn stoßen zu lassen. Die Bauzeit soll fünf Wochen betragen, das Projekt wurde mit 703.000 Euro veranschlagt. In einer zweiten Phase ist die Umverlegung der Autobahnauffahrt von Lora y Tamayo vorgesehen, die innerhalb von vier Wochen für 405.000 Euro durchgeführt werden soll. In einer dritten, noch nicht veranschlagten Phase soll die Anschlussstelle beim ehemaligen Busbahnhof erneut geöffnet und bei El Coromoto ein Kreisverkehr geschaffen werden. Die Regionalregierung erklärte die Vorhaben in einem Bericht für nicht ausreichend, um das Stauproblem in den Griff zu bekommen.

Doch das Cabildo untersucht auch andere Möglichkeiten zur Entlastung der Nordautobahn, die täglich Tausende Pendler zwischen dem Inselnorden und dem Hauptstadtgebiet aufgrund kilometerlanger Staus zur Verzweiflung bringt. Dazu gehört die Einrichtung einer Fahrspur für Busse und vollbesetzte Fahrzeuge zwischen La Orotava und La Laguna. Fragwürdiger ist die Einführung einer Parkgebühr für Studenten, die in der Nähe der Universität wohnen und ihr Fahrzeug allein benutzen. Die soll dem Zweck dienen, diese zur Bildung von Mitfahrgemeinchaften zu bewegen und das Verkehrsaufkommen zu verringern. Inselpräsident Carlos Alonso gab selbst zu, dabei handele es sich um ein „politisch unkorrektes“ Vorhaben. 

Nebenbei drängt die Inselregierung auf eine Wiederaufnahme der Arbeiten an der sogenannten „Vía exterior“. Diese 14,5 Kilometer lange Autobahnverbindung soll vom Flughafen Los Rodeos abgehen und über das bereits fertiggestellte letzte Teilstück auf die Südautobahn führen. Doch bis dahin sei es noch ein weiter Weg. Rund 309 Millionen Euro sollen für das Projekt benötigt werden, doch in den letzten Jahren bedachte die Regionalregierung das Vorhaben mit keinem einzigen Cent. Des Weiteren müssen über 1,6 Millionen Quadratmeter Grund und Boden enteignet werden. Und dabei steht noch nicht einmal der genaue Verlauf der Verbindungsautobahn auf der Höhe von Los Rodeos fest. Dieser wird vom der Führung der geforderten zweiten Landebahn abhängig gemacht. 




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.