In La Orotava eröffnet ein Tageszentrum für Alzheimer-Patienten


© EFE

Unter der Leitung der Hilfsorganisation Mensajeros de la Paz

Nach der Schließung des Zentrums für Alzheimer-Patienten „Delfin“ in Bajamar im Herbst vergangenen Jahres, dem einzigen privaten Spaniens, gibt es jetzt zumindest für die Alzheimer-Kranken und ihre Familien von La Orotava wieder Hoffnung, denn in Kürze wird im Gebäudekomplex Opuntia ein Tageszentrum eröffnet.

Am 1. April stellten Ángel García, Gründer und Präsident der Hilfsorganisation Mensajeros de la Paz (Friedensboten), José Manuel Alfonso Ramos, deren Gebietsleiter auf den Kanaren, Bürgermeister Francisco Linares und Sozialstadträtin Belén González an Ort und Stelle das Projekt vor.

In der Straße Júpiter hat die Regionalregierung Räume zur Verfügung gestellt, in denen die Mensajeros de la Paz ein Tageszentrum für zwölf Alzheimer- und Demenzkranke einrichten und verwalten werden. Hier soll individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten eingegangen werden, es sollen Musik- und Physiotherapie, sportliche Aktivitäten, Gehirn- und Sozialtraining angeboten werden. Ziel ist die Befriedigung der persönlichen Grund- und therapeutischen Bedürfnisse sowie die Förderung der Selbstständigkeit und der Austausch mit anderen Betroffen. Auch an die Familienangehörigen hat die Organisation gedacht, denn diese sollen mit Rat und Tat unterstützt werden.

José Manuel Alfonso Ramos gab bekannt, sobald die Gesundheitszentren die ersten „drei oder vier“ Betroffenen an das Tageszentrum überwiesen hätten, würde man den Betrieb aufnehmen. Die Familien müssten nur eine „geringe“ Gebühr leisten, doch auch Mittellose könnten dank der Initiative www.ayudaquellega.com (Hilfe, die ankommt) betreut werden.

Pater Ángel, der Gründer und Leiter der Hilfsorganisation betonte, in dem neuen Tageszentrum würde man auf Zuneigung und Wissenschaft setzen. Dieses Pilotprojekt sei wunderbar und nicht nur auf den Kanaren sondern in ganz Spanien bisher eine Seltenheit.

Bürgermeister Francisco Linares versprach dem Projekt die vollste Unterstützung der Gemeindeverwaltung.




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