In dreieinhalb Jahren um die Welt gesegelt


© Judith Pérez

Am 10. Juli kehrte die „Itaparica“ in den Hafen von Puerto de la Cruz zurück

Am 30. Dezember 2006, also vor fast genau dreieinhalb Jahren, stachen Juan Manuel de León und Juan Carlos Armas vom kleinen Fischerhafen von Puerto de la Cruz aus in See, um das größte Abenteuer ihres Lebens zu beginnen.

In einem Zeitraum von etwa fünf Jahren wollten die leidenschaftlichen Hobbysegler die Welt umsegeln – allerdings auf mehrere Etappen aufgeteilt, da sie zwischendurch zurück in die Heimat mussten, nicht zuletzt um Geld für ihr Abenteuer zu verdienen. Mit ihrer „solidarischen“ Weltumsegelung wollten der aus Puerto de la Cruz stammende Juan Manuel de León, 42, und der aus La Victoria stammende Juan Carlos Armas, 47, ein Zeichen setzen und „eine Botschaft des Friedens und der Bekämpfung von Hungersnot und Ungerechtigkeit“ in die Welt tragen.

Es ist ihnen geglückt: Am 10. Juli, viel früher als geplant, erreichten sie in ihrer 12 m langen Segelyacht „Itaparica“ wieder den Ausgangshafen in Puerto de la Cruz, wo sie von Familie, Freunden und zahlreichen Schaulustigen in Empfang genommen wurden. Und wieder waren auch Marcos Brito, der Bürgermeister von Puerto de la Cruz, sowie mehrere Stadträte von La Victoria anwesend. Die beiden Stadtverwaltungen gehörten besonders während der letzten beiden Etappen der Weltumsegelung zu den wenigen, die das Abenteuer noch finanziell unterstützten.

Über 35.000 Seemeilen lagen hinter den beiden strahlenden Seglern, drei Ozeane, der Suez- und der Panama-Kanal sowie 30 Länder, in denen sie von Botschaftern und zahlreichen Bürgermeistern empfangen wurden. Armas erklärte bei ihrer Ankunft, er kehre zwar mit mehr Falten und grauen Haaren zurück, habe aber im Gegenzug dazu soviel an innerem Reichtum und vor allem „eine Million Freunde“ dazugewonnen.

„Die Idee entstammt einer Leidenschaft“ – begründete Juan Carlos Armas vor dreieinhalb Jahren ihre geplante Weltumsegelung. „Die Sehnsucht nach Abenteuer, der tiefe Respekt vor der Meeresfauna, der Wunsch verschiedene Völker und Kulturen kennenzulernen und die Begeisterung für das Segeln bilden die Basis unserer Weltumsegelung. Wir wollen dabei zu Botschaftern unserer Insel werden und uns für den Weltfrieden, den Kampf gegen den Hunger, die Not und die Ungerechtigkeit einsetzen. Unsere Botschaft soll eine Botschaft der Eintracht, der Völkerverständigung, des Verständnisses und der Toleranz zwischen den Kulturen sein.“

Die vierte und letzte Etappe startete in Malé, der Hauptstadt der Malediven im Indischen Ozean. Die Itaparica überquerte den Golf von Aden und das Rote Meer. Bei dieser Strecke taten sich die beiden Abenteurer mit drei anderen Schiffen zusammen, um möglichen Angriffen von Piraten besser die Stirn bieten zu können. Unbehelligt erreichten sie Port Said (Ägypten), von wo aus die Durchquerung des Suezkanals startete. Bis auf einen Sturm im Ägäischen Meer verlief die Reise ohne nennenswerte Zwischenfälle. Weitere Stopps waren Malta und Ibiza, danach Alicante, wo ihr Segelschiff repariert werden musste. Bevor sie Puerto de la Cruz erreichten, legten sie noch einen letzten Zwischenstopp auf La Graciosa ein.




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