Immobilienpreise in leichtem Aufwind


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2014 stiegen die Immobilienpreise erstmals seit Beginn der Finanzkrise

Nachdem die Immobilienpreise im Laufe der letzten sechs Jahre unaufhaltsam fielen, hat das Spanische Statistikinstitut (INE) zum Jahresbeginn positive Zahlen veröffentlicht.

Die Preise für Wohnungseigentum sind in den langen Jahren der Krise zwischen 30 und 40 Prozent gefallen. Bei diesen beeindruckenden Zahlen scheint der Anstieg der Preise von knapp zwei Prozent, die der Markt verzeichnet, nicht von Bedeutung zu sein. Experten weisen jedoch darauf hin, dass diese Tendenz eindeutig auf eine Besserung hinweist.

Auf den Kanarischen Inseln sehen die Zahlen nicht ganz so positiv aus. Bei Immobilien aus zweiter Hand  sind die Preise zwar um 0,6 Prozent gestiegen, doch ist ein Rückgang von 0,9 Prozent bei Neubauten festzustellen.

Experten sehen die Erklärung darin, dass Neubauten größtenteils in den Randgebieten der Ortschaften zu finden sind, wodurch die Nachfrage geringer ist, was wiederum die Preise beienträchtigt. Aus diesem Grund ist in den Randzonen kein Preisanstieg, oft sogar ein Preisabfall  zu verzeichnen. Wohnungen aus zweiter Hand sind weitaus häufiger zentral gelegen und somit auch attraktiver für die Käufer. 

In absoluten Zahlen bedeutet der 0,6-prozentige Anstieg der Immobilienpreise auf den Kanaren einen Quadratmeterpreis von durchschnittlich 1.308 Euro. Er liegt damit um 19% niedriger als auf der Iberischen Halbinsel (1.627 Euro). Nach Berechnungen des Immobilienportals fotocasa.es sind die Preise auf den Balearen, in Madrid, auf den Kanaren und in La Rioja am stärksten gestiegen. 

Nach Provinzen aufgeschlüsselt ergibt sich für Las Palmas de Gran Canaria im Februar ein Preisanstieg von 1,1% und für Santa Cruz de Tenerife ein Rückgang um 0,1%. Im Gemeindegebiet Santiago del Teide auf Teneriffa stiegen die Preise am stärksten, um 7,9%, gefolgt von La Oliva auf Fuerteventura um 5% und San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria um 3,1%. Dagegen kam es in El Rosario auf Teneriffa zum größten Preisabfall, um 4,4%.




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