Hundewelpen gerettet

Die sechs Welpen wurden wie durch ein Wunder vor dem Ertrinken gerettet. Sie sind allesamt wohlauf und haben schon ein Zuhause gefunden. Foto: Ayuntamiento Garachico

Die sechs Welpen wurden wie durch ein Wunder vor dem Ertrinken gerettet. Sie sind allesamt wohlauf und haben schon ein Zuhause gefunden. Foto: Ayuntamiento Garachico

Beschwert mit einem Stein sollten 6 Welpen ertränkt werden, doch Buschwerk hielt sie über Wasser, bis Anwohner zu Hilfe kamen

Teneriffa – In Garachico hat ein Unbekannter versucht, sich eines unerwünschten Hundewurfs auf grausame Art und Weise zu entledigen. Er steckte die sechs Welpen in einen Sack, beschwerte diesen mit einem Stein und warf sie in einen Wassertank, um sie zu ertränken.
Durch eine glückliche Fügung verfing sich der Sack in den Zweigen des Buschwerks, das am Rande des Tanks wächst, und wurde so über Wasser gehalten.
Anwohner von Lomo León im Ortsteil Genovés wurden auf das Geschehen aufmerksam und eilten den jungen Hunden zu Hilfe.
Mitarbeiter des Ayuntamientos von Garachico nahmen sich der Tiere an und posteten auf der Facebookseite der Stadtverwaltung einen Aufruf, in welchem sie ein Zuhause für die Welpen suchten. Schon einen Tag später konnte vermeldet werden, dass alle sechs Welpen „verantwortlich adoptiert“ worden seien. Hunderte weitere Bürger hatten das Ayuntamiento angeschrieben, um zu erfahren, wie es den Tieren geht, oder um sich anzubieten, einen Welpen aufzunehmen. Die neuen Halter haben auch die Kosten für Impfung, Chip, Parasitenbehandlung und die spätere Sterilisation von jeweils 120 Euro übernommen.
Bürgermeister José Heriberto González äußerte sein Unverständnis darüber, dass in der heutigen Zeit noch jemand so brutal vorgeht. Niemand dürfe so handeln. Man könne die Tiere besser in Adoption vermitteln. Zudem seien die Strafen für das Aussetzen und Quälen von Tieren sehr streng. Die Lokalpolizei arbeitet daran, den Fall aufzuklären und den Verantwortlichen für die grausame Tat zu ermitteln.
Das Ayuntamiento von Garachico hat vor Kurzem eine sehr fortschrittliche Tierschutzverordnung verabschiedet. Zurzeit gibt es in dieser Gemeinde kaum Fälle von ausgesetzten Hunden. Es existieren jedoch mehrere Kolonien wild lebender Katzen, um deren „ethische Kontrolle“ sich die Gemeindeverwaltung bemüht. Von September bis Dezember 2020 wurden 5.000 Euro für die Sterilisierung, Impfung und Parasitenbehandlung von 54 Straßenkatzen aus diesen Kolonien bereitgestellt, um deren Kontrolle und Betreuung sich freiwillige Helfer kümmern. Diese Bemühungen werden auch in diesem Jahr fortgesetzt, mit dem Ziel, dass es in den Straßen von Garachico keine unbehandelten und nicht sterilisierten Katzen mehr geben soll.

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