Hotels klagen über Buchungsrückgang


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Ashotel sagt Puerto de la Cruz den schlechtesten Sommer seit langem voraus

Puerto de la Cruz steht in Sachen Tourismus „der schlech­tes­te Sommer seit vielen Jahren“ bevor, so Juan Antonio Rosado, Vizepräsident des Hotelierverbands Ashotel Teneriffa-Nord in einem Gespräch mit der Zeitung El Día.

Er ist der Ansicht, dass die Auslastung der Hotels und Appartementanlagen „drastisch sinken“ wird. Die Prognose mag nach Schwarzmalerei klingen, doch die Zahlen geben Rosado recht.

Ashotel hat im April 2009 einen Rückgang der Auslas­tung um 18% im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres festgestellt. Mit 27% war der Rückgang für die Appartementanlagen besonders schmerzlich; die Hotels verbuchten ein Minus von 16,8%. Im Schnitt betrug die Auslas­tung der touris­tischen Unterkünfte in Puerto de la Cruz 57% (2008 waren es noch 76%). Und dies, obwohl die Osterwoche in diesem Jahr in den April fiel und im letzten Jahr noch in den März.

Der Buchungsrückgang trifft die Hotels in der Urlaubermetropole des Nordens doppelt so hart wie die Häuser im Süden und liegt 6% über dem nationalen Durchschnitt.

„Die Lage ist ernst, sehr schwierig, denn die Urlauberzahl ist zwar allgemein zu­rückgegangen, jedoch besonders in Puerto de la Cruz“, äußerte Rosado gegenüber El Día sorgenvoll.

Die Schließung von Hotels und Appartementanlagen ist für Ashotel allerdings kein Grund zur Sorge (laut dem Tourismus­amt von Teneriffa wurden drei Anlagen geschlossen, andere Quellen sprechen von fünf Resorts). Die rückläufigen Urlauberzahlen haben einige Häuser zu einer temporären Schließung bewogen, um Renovierungsarbeiten durchzuführen, wenngleich die Schließung eines Hotels – wenn auch nur zeitweise – nie eine einfache Angelegenheit ist, erklärte Rosado.

Der Blick in die Zukunft ist für Ashotel besorgniserregend. Man müsse nun sehen, wie es weitergeht, denn leere Hotels verursachen hohe Kos­ten, und wenn die Lage sich weiterhin nicht bessere, müsse vermutlich darüber nachgedacht werden, das Angebot saisonabhängig zu gestalten.

Rosado hält mit seiner Besorgnis nicht hinterm Berg und gibt zu, dass das herrschende Überangebot und die gesunkene Nachfrage touristische Häuser auf Teneriffa dazu zwingen könnten, ihre derzeitige „Das-ganze-Jahr-geöffnet-Politik“ zu überdenken.




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