Hoteliers fordern neue Strände


© Ayto. Candelaria (Fotomontage)

Vielseitigkeit des Urlaubsangebots muss gesteigert werden

Der Präsident des Hotelierverbands der Provinz Teneriffa (Ashotel), José Fernando Cabrera, hat die kanarische Regierung aufgefordert, neue künstliche Strände anzulegen und die vorhandenen zu sanieren. Dies sei keine neue Forderung, erklärte er, denn die Hoteliers hätten schon wiederholt auf diese Notwendigkeit hingewiesen, denn dieser Teil des Tourismus­angebots sei viel zu lange vernachlässigt worden.

Gerade diese Infrastukturen aber seien sehr gefragt, vor allem im Süden Teneriffas, wo die Haupt­anziehungspunkte für Urlauber heute neue, gepflegte Hotelanlagen und Strandwetter sind. Man müsse bedenken, dass die Urlaubsgäste auch auf dem Nachbarkontinent ein ähnliches Angebot zu interessanten Preisen vorfinden, erklärte Cabrera und spielte damit auf die starke Konkurrenz von Urlaubszielen in Afrika, wie Marokko oder Ägypten an.

Abgesehen von der dringend notwendigen Sanierung zahlreicher Inselstrände und der Schaffung neuer Badebuchten mit Sandstrand entlang der Küste sei es auch wichtig, den Bau neuer Golfplätze voranzutreiben, meint der Ashotel-Präsident, um zusätzliche Anreize für Touristen zu schaffen.

20 Jahre im Verzug

Ashotel moniert, dass gerade der Süden Teneriffas in Sachen Infrastrukturen mindestens zwanzig Jahre im Verzug ist. José Fernando Cabrera bestätigte, dass der politische Willen zwar durchaus vorhanden sei – Regierungschef Paulino Rivero selbst bemühe sich um eine Auffrischung des Tourismus –, doch die umständliche Bürokratie alle Entscheidungen verzögere. Gerade weil die Bürokratie hier so langsam arbeite könnten Lösungen nicht so schnell herbeigeführt werden wie sie nötig sind. „Die Kanarischen Inseln ziehen nicht mehr von allein Touristen an wie früher. Jetzt müssen wir investieren, entscheiden und handeln, um unsere Gäste zu halten. Wir müssen in Schwung kommen, sonst werden uns unsere Nachbarländer die Urlauber abwerben“, warnte Cabrera.




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