Hommage an die „Gangocheras“ von Puerto de la Cruz


© Moisés Pérez

Den Fischerfrauen der Stadt wurde am Hafen ein Denkmal gesetzt

Am Hafen von Puerto de la Cruz wurde kürzlich ein Denkmal zu Ehren der Fischerfrauen der Stadt enthüllt – ein Werk des Künstlers Julio Nieto. Die lebensgroße Fischerfrau aus Bronze, die ganz inseltypisch einen Korb auf dem Kopf trägt wurde vom Lions Club der Stadt gestiftet.

Bei der Enthüllungsfeier gab es Volksmusik und Ansprachen der Bürgermeisterin, der Vorsitzenden des Lions Clubs und des Pfarrers, der das Denkmal segnete.

Die Fischerfrauen spielten im früheren Handelstreiben auf Teneriffa eine wichtige Rolle. Im Volksmund werden sie heute noch Gangocheras oder Canastilleras (Korbträgerinnen) genannt. Ursprünglich kamen die Gangocheras alle aus dem Ortstviertel um die Straße La Ranilla. Früh morgens verließen sie mit ihren Körben auf dem Kopf das Haus und gingen zu Fuß – barfuß – nach La Orotava und in andere Orte der Umgebung, um fangfrischen Fisch gegen Agrarprodukte zu tauschen.

Die Canastilleras tauschten auch Stoffe, die sie aus Santa Cruz erhielten. Durch die Tauschgeschäfte der Fischerfrauen gab es in dem ärmlichen Viertel bald zahlreiche wohlhabende Familien, vor allem in der Straße San Felipe. Kennzeichnend für die Gangocheras war neben den Körben, die sie auf einem zu einem Ring gerollten Tuch auf dem Kopf trugen, dass sie stets barfuß gingen. Schuhe zogen sie nur zum Verkauf in den Orten, die sie besuchten an. Sobald sie den Ort verließen, gingen sie wieder, wie sie es von Kind an gewohnt waren, barfuß.




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