Hochmoderner Arbeitsplatz für Los Rodeos Fluglotsen


© Moisés Pérez Pérez

Seit Ende November ist der neue Tower im Einsatz

Am 24. November wurde der neue Tower von Teneriffas Nordflughafen Los Rodeos in Betrieb genommen. Das futuristische Gebäude und seine hochmoderne technische Ausstattung sollen die Flugsicherheit weiter erhöhen.

Schon vor fast einem Jahr wurde der Bau des neuen Towers beendet, doch noch mussten diverse Proben und Sicherheitsstudien an Los Rodeos’ neuem Schmuckstück vorgenommen werden. Nachdem festgestellt wurde, dass der Flugkontrollturm perfekt funktioniert, löste der neue Tower den alten am 24. November ab. Endlich konnten die 22 Fluglotsen, die in fünf Schichten zwischen 7.15 Uhr und 22.00 Uhr rund 200 Flugoperationen täglich kontrollieren, ihren neuen Arbeitsplatz einweihen.

Der neue Tower liegt südlich des Terminals, umfasst eine Fläche von 2.256 Quadratmetern und misst 41 Meter (entspricht elf Stockwerken). Das anliegende Gebäude und die oberen Etagen wurden aus Stahlbeton, der Säulenschaft aus vorgefertigten Betonteilen und die Kanzel aus Metall gefertigt.

Das Nebengebäude beherbergt Geschäftsräume für Technik und Verwaltung. Im Inneren des Schachts gibt es zwei Aufzüge und eine zusätzliche Treppe; in den drei oberen Etagen wurden die Klimaanlage, technische Geräte und Ruheräume untergebracht; in der Kanzel befindet sich der Kontrollraum, auf dem Dach die Antennen, Radare etc. Außerhalb des Gebäudes wurde ein nicht öffentlicher Parkplatz mit 36 Stellplätzen eingerichtet.

An dem neuen Tower besonders hervorzuheben ist die hochmoderne technische Ausstattung, in die 4,5 Millionen Euro von den insgesamt für das Projekt veranschlagten 13,2 Millionen Euro investiert wurde. Darunter fallen auch die neuen Monitore, denn diese ermöglichen Flugkontrolle, Flugverfolgung und Kommunikation auf nur einem Bildschirm.

Laut Miguel Torrens, Verantwortlicher für die kanarischen Kontrolltürme, habe man jedoch noch nicht das Instrumentenlandesystem (ILS), welches Landungen bei geringen Sichtverhältnissen erleichtert, installieren können, aber die Arbeiten seien im Gang.

Währenddessen ist die Zukunft des alten Towers, der sich außerhalb des Blickfeldes des neuen befindet, noch ungewiss.




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