Historisches Kurbad soll zu neuem Leben erweckt werden


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Bürgervereinigung setzt sich für vergessenes Balneario ein

Einst war es ein beliebtes Kurbad, in dem sich Santa Cruz‘ Bürger trafen und die Freizeit in den Schwimmbädern, am Strand oder an der Mole gemeinsam verbrachten. Heute ist das an der Straße nach San Andrés gelegene Balneario heruntergekommen.

Doch eine Bürgervereinigung forderte nun das Rathaus auf, die Anlage instandzusetzen und in ein Bürgerzentrum umzuwandeln.

An der Straße nach San And­rés, zwischen den Stadtteilen Valleseco und María Jiménez der Inselhauptstadt, erhebt sich ein vernachlässigter Bau merkwürdig anmutender Architektur. Die Vorstellung fällt schwer, dass es sich hierbei um das einstige Kurbad von Santa Cruz handeln könnte. Die Idee stammte vom ehemaligen, äußerst beliebten Bürgermeister Santiago García Sanabria, der insbesondere finanziell schwachen Bürgern einen Ort zum Ausspannen im Meerwasser geben wollte. Architekt Domingo Pisaca entwarf das Kurbad, dessen Formen und Farben er an das Motto „Meer“ anlehnte. Im Jahr 1929 wurde mit dem Bau begonnen, der aufgrund einiger Verzögerungen erst 1947 abgeschlossen wurde. Während der 50er, 60er und 70er Jahre erlebte das Kurbad seine goldene Zeit als Freizeittreffpunkt der Städter aller Generationen und Schichten. Hier frönte man dem Bad, dem Tennisspiel und dem Zusammensein. Ende der 70er und Anfang der 80er begann das Ende des Kurbades, das 1992 endgültig aufgegeben wurde.

Die Bürgervereinigung von María Jiménez forderte nun die Stadt auf, das historische Gebäude und seine Anlagen instand zu setzen. Das einstige Kurbad soll zum Bürgerzentrum umgewandelt werden und kulturelle, soziale und sportliche Veranstaltungen aufnehmen, sowie zum Treffpunkt aller Bürger des Anaga-Gebietes werden. Die Vereinigung hofft, der neue Stadtrat werde das historische Kulturgut der Stadt mehr zu schätzen wissen als seine Vorgänger, und fordert für Valleseco und María Jiménez das allen Stadtteilen versprochene Bürgerzentrum ein.




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