Helipad in Anaga im Gespräch


Landwirte wollen Parzellen zur Verfügung stellen

Die abgelegenen Bergdörfer von Anaga sollen endlich mit einem Huschrauberlandeplatz ausgestattet werden, damit die Rettung von Verletzten in Zukunft schneller vonstatten gehen kann.

Bislang dauert es aufgrund der Entfernung und der kurvenreichen Straße in Anaga 30 bis 45 Minuten bis ein Krankenwagen nach einem Notruf eintrifft. Ein Helipad, der auf einem recht bescheidenen Grundstück improvisiert werden könnte, würde Abhilfe schaffen.

Der Nachbarschaftsverband Almáciga hat seine Kooperationsbereitschaft signalisiert und erklärt, dass mehrere Eigentümer von kleinen Grundstücken in Küstennähe dazu bereit wären, diese für den Bau eines Hubschrauberlandeplatzes zur Verfügung zu stellen.

In diesem Sommer sorgte der Fall eines Schwerverletzten, der in Almáciga eineinhalb Stunden auf einen Notarztwagen warten musste, für Schlagzeilen. Die Bewohner des Dorfes ergriffen die Gelegenheit, um erneut den Einsatz eines Notarztes in ihrem scheinbar vergessenen Dorf zu fordern. Auch die Einrichtung eines Helipads ist eine langjährige Forderung der Dorfbewohner.

Der Insel-Umweltbeauftragte Wladimiro Rodríguez Brito begrüßte diese Einstellung und merkte an, dass schon seit längerer Zeit über die Einrichtung eines Helipads in diesem abgelegenen Inselgebiet nachgedacht wird, viele der bislang angesprochenen Grundbesitzer aber nicht gewillt waren, ihr Land dafür zu opfern.




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