Grünes Licht


© Moisés Pérez

Dem Abriss der Martiánez-Cafés steht nichts mehr im Wege

Die kanarische Regierung hat endlich grünes Licht für den Abriss der beiden Gebäude am Strand von Martiánez in Puerto de la Cruz gegeben.

Nun hat die Stadt die Möglichkeit, ihren Handlungswillen in dieser langwierigen Angelegenheit zu beweisen. Seit Jahren bemüht sich die Stadtverwaltung nämlich schon darum, die leerstehenden „Bunker“ – wie sie im Volksmund auch genannt werden – zu entfernen. 

Errichtet wurden die zwei Flachbauten Mitte der neunziger Jahre, doch die Gestaltung der Cafés stieß auf große Kritik, weshalb bereits wenige Jahre später die Möglichkeit in Betracht gezogen wurde, die Bauten zu ersetzen. Zum Schandfleck verkommen sind die Gebäude aber erst durch die von der Stadt verfügte Räumung und Schließung. Jahrelang standen sie nun leer, denn die umfangreiche Bürokratie zögerte den angestrebten Abriss immer wieder hinaus.

Nun kündigte der Leiter des städtischen Bauamtes, Sebastián Ledesma, an, dass es nicht mehr lange dauern werde, bis die beiden Gebäude abgetragen werden. Sehr bald schon werde die Sicht auf das Meer wieder frei sein, denn es hätten schon Unternehmen Interesse angemeldet, die Arbeiten durchzuführen.

Da es sich um einen Auftrag unter 50.000 Euro handelt, sei es nicht nötig, eine öffentliche Ausschreibung durchzuführen. Außerdem, so verlautete aus dem Rathaus, hätten sich in der Vergangenheit sogar schon Firmen gemeldet, die den Abriss kostenlos durchführen wollten.

Was in Zukunft den Platz der Cafés einnehmen wird, ist noch unklar. Die Stadtverwaltung will sich auf alle Fälle für ein Projekt einsetzen, das die freie Sicht von der Promenade auf das Meer gewährleistet und den Schwerpunkt auf den Einklang mit der Geschichte der Stadt setzt.




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