Große Nachfrage nach kleinen Gärten


Ökologische Stadtgärten

Die Idee ökologischer Stadtgärten breitet sich aus auf Teneriffa. Es geht darum, Bürgern, die keinen eigenen Garten haben, die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Gemüse anzubauen.

Die Stadt stellt ein Grundstück zur Verfügung, macht es urbar und teilt es in Parzellen auf. Diese werden dann interessierten Bürgern gegen einen geringen Obolus zur Verfügung gestellt. Der Anbau von Obst, Gemüse oder Blumen erfolgt nach ökologischen Grundsätzen, und es gibt fachkundige Berater, die den Kleinstgärtnern hilfreich zur Seite stehen.

Nachdem La Orotava schon gute Erfahrungen mit der Einführung dieser Selbstversorger-Gärten gemacht hat (das Wochenblatt berichtete), hat nun auch die Stadt Tacoronte zwei Grundstücke für ihre Bürger vorbereitet und befindet sich jetzt in der Phase der Zuteilung der Parzellen. Die Initiative ist auch hier sofort auf großes Interesse gestoßen. Bisher sind 51 Anträge für die bislang zur Verfügung stehenden 42 Parzellen à 35 Quadratmeter eingegangen. Da es mehr Antragsteller als Gärtchen gibt, findet Mitte Januar eine Verlosung statt, um die gerechte Zuteilung zu gewährleisten.

Ziel der Garteninitiative ist es, die Selbstversorgung der Familien zu verbessern und Stätten der familiären und nachbarschaftlichen Begegnung zu schaffen. Auch soll die ökologische Lebensmittelproduktion in Tacoronte gefördert und alte Anbautechniken wiederbelebt werden. Die Vorbereitung der beiden Grundstücke in La Atalaya und gegenüber dem Hiperdino in Hoya Machado haben sich die Stadt und die Gesellschaft für Landentwicklung AIDER 24.000 Euro kosten lassen. Der Jahresbeitrag der Nutzer liegt bei 75 Euro im Jahr.




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.