Gewalttour vom Meer zum Teide


© Leticia Dorta

Skyrunner Agustí Roc schaffte die „Ruta 0-4-0“ in nur drei Stunden und dreiunddreißig Minuten

Die Stadt Los Realejos bemüht sich bereits seit einigen Jahren um die Bekanntmachung und Werbung der Wanderroute „0-4-0“, die als Route mit dem größten Höhenunterschied zwischen Ausgangs- und Zielpunkt in Spanien gilt.

Die Route führt vom Strand El Socorro bis in den Teide-Nationalpark und stellt eine Herausforderung für Sportler und Aktivurlauber dar. Entlang der etwa 58 Kilometer, die zwischen der Küste von Los Realejos und dem Teide-Nationalpark liegen, sind gewaltige Höhenunterschiede zu überwinden. Geübte Bergläufer benötigen etwa sechseinhalb Stunden für den Aufstieg bis zum Teide.

Die Gewalttour ist immer wieder eine Herausforderung für Hochleistungssportler. So zog es auch den mehrfachen Meister der „Vertical Race“, Agustí Roc auf die Insel.

Am Sonntag, dem 21. April, startete der Skibergsteiger, Skyrunner und Duathlet um 8.00 Uhr vom Socorro-Strand unter durch Hitze und Calima erschwerten Bedingungen zu der Mordstour hinauf zum Teide. Unglaubliche dreieinhalb Stunden später sahen die Mitglieder der Stadtverwaltungen von Los Realejos und Garachico, die den Extremlauf unterstützten und mit der Seilbahn zum Teidegipfel gefahren waren, Agustí Roc auf sich zukommen. Genau 3 Stunden und 33 Minuten nachdem er vom schwarzen Sand von El Socorro aus gestartet war.

Agustí Roc, der im August 42 wird, sah diesen Berglauf als persönliche Herausforderung. Er habe gehofft, es in weniger als dreieinhalb Stunden zu schaffen, aber er sei dennoch zufrieden mit der erzielten Zeit. Diese könne nun für alle Läufer als Referenzzeit gelten. „Jeder Rekord kann gebrochen werden, aber ich bin mit meiner Zeit zufrieden“, erklärte er noch auf dem Gipfel.

„Es war absolut unglaublich, ihn dort oben ankommen zu sehen“, sagte Catalina Lourdes Hernández, Vizebürgermeisterin von Garachico. Ihre Gemeinde sei bemüht, den Bergsport zu fördern und setze sich deshalb gemeinsam mit Los Realejos für die Anerkennung der „Ruta 0-4-0“ als Berglauf ein.




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