Gesundheitsamt hebt Leitungswassertrinkverbot teilweise auf


In den Ortsteilen La Gallega, La Jurada und El Sobradillo werden die Trinkwasser-Auflagen erfüllt

Das Gesundheitsamt hat das für Kinder unter acht Jahren in weiten Teilen von Santa Cruz und La Laguna verhängte Trinkverbot für Leitungswasser teilweise aufgehoben. Die Einschränkung des Konsums von Leitungswasser erfolgte am 18. Februar wegen eines zu hohen Fluoridgehalts.

Ein Fluoridgehalt von mehr als 1,5 mg pro Liter kann beim Verzehr in großen Mengen vor allem für Kinder gesundheitsgefährdend sein. In Santa Cruz und La Laguna wurden teilweise Fluoridwerte von 2,1 mg pro Liter festgestellt.

 Das Wasserunternehmen Emmasa hatte in Santa Cruz umgehend Maßnahmen zur Senkung des Fluoridwertes eingeleitet. Wasser wurde von anderen Ortsteilen umgeleitet und in den für La Gallega, La Jurada und El Sobradillo zuständigen Reservoirs gemischt, so dass nach wenigen Wochen der Fluoridgehalt gesenkt werden konnte. Tägliche Messungen wurden vorgenommen und nachdem sich der Gehalt des Spurenelements auf 1,5 mg pro Liter eingependelt hatte, wurde vom Gesundheitsamt grünes Licht gegeben.

In La Laguna gilt das Trinkverbot für Leitungswasser nach wie vor in den Ortsteilen Los Baldíos, Barrio Nuevo, Gracia, La Cuesta, Geneto, Guajara, Las Chumberas und der Innenstadt von La Laguna. Der Sprecher der Opposition im Rathaus von La Laguna, Gustavo Matos (PSOE), übte scharfe Kritik an der Untätigkeit des Gemeinderats in dieser Sache. Er forderte Bürgermeisterin Ana Oramas (CC) auf, für Klarheit zu sorgen und die Bürger zumindest darüber zu informieren, wie lange es noch dauern wird, bis Abhilfe geschaffen wird. Gustavo Matos warf der Stadtverwaltung Tatenlosigkeit vor und forderte Subventionen für Familien mit Kindern unter acht Jahren, die Wasser kaufen müssen.




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