Gesundheitsamt hebt Konsumverbot für Leitungswasser in Puerto de la Cruz auf


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Ende Juli soll das Problem endgültig behoben sein

61 Tage dauerte dieses Mal das vom Gesundheitsamt verhängte Leitungswasser-Konsumverbot an, von dem 14.000 Bürger in Puerto de la Cruz’ Stadtteilen Las Dehesas, La Vera, Las Águilas, San Antonio-Esquilón, Las Arenas, San Fernando und Taoro-Malpaís betroffen waren.

Am 29. April war der Albtraum beendet – die Verantwortlichen stuften das Leitungswasser als trinkbar ein und gaben „grünes Licht“.

Nur vier Tage vorher hatten diverse Lokalpolitiker und Betroffenenvertreter die Fortschritte bei der Installation der fünf Wasserfilter in den Eingängen zum Wasserreservoir von La Montaña in Augenschein genommen. Dabei wurde seitens Aqualia bekannt gegeben, dass bei Beendigung der Arbeiten am 25. Juli dieses 8.000 Kubikmeter Wasser fassende Becken allein die betroffenen Stadtteile versorgen werde und durch die neuen Filter die Qualität gewährleistet sei.

Bis Ende Juli kontrollieren nun vorerst die in den Becken von La Montaña und Agua Dulce installierten Trübungsmessgeräte die Sauberkeit des Wassers und schlagen bei Überschreitung der Grenzwerte sofort Alarm. In diesem Fall wird vermehrt Chlor zugeführt, welches die sich durch die Feststoffe im Wasser stärker vermehrenden Bakterien abtötet.

Laut dem Wasserversorgungsunternehmen Aqualia sind die Werte bereits seit Mitte April korrekt, doch das Gesundheitsamt unterzog das Wasser erst weiteren Untersuchungen, um nach zufriedenstellenden Ergebnissen das Konsumverbot am 29. April aufzuheben. Dem Gesundheitsamt zufolge könne das Leitungswasser in den betroffenen Stadtteilen bis auf Weiteres wieder zum Trinken, Kochen und zur Behandlung von Lebensmitteln verwendet werden.

Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die Trübungsmessgeräte das Problem nur provisorisch lösen würden, erst die Filter würden für eine kontinuierliche Wasserqualität sorgen. Neben den regelmäßigen Kontrollen seitens Aqualia wird das Gesundheitsamt ab und zu Stichproben nehmen, bei ersten Verdachtsmomenten sofort entsprechende Maßnahmen ergreifen und die Bevölkerung umgehend informieren.

Trotz der guten Nachricht kündigte Juan José Martín, Sprecher der Betroffenenplattform gegenüber einer Tageszeitung an, man werde den „Kampf“ gegen Aqualia und die Gemeinde fortführen und diese zur Verantwortung ziehen. Die Betroffenen verlangen eine Kündigung des Vertrages mit Aqualia, den Erlass der Wasserrechnung ab Ende Februar und Schadensersatz für alle betroffenen Personen.




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