Gemeinsam für eine bessere Welt


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In Santa Cruz de Tenerife findet der 1. Kongress für Internationale Zusammenarbeit 2006 statt

Im Messenzentrum von Santa Cruz findet vom 26. bis 28. Juni der erste Kongress für Internationale Zusammenarbeit statt. Wozu Bill Clinton bei seinem Besuch im vergangenen Jahr den Anstoß gegeben hat wird jetzt zum ersten Mal Realität: das Zusammentreffen des privaten Sektors mit den internationalen Institutionen für humanitäre und für Entwicklungshilfe.

Das große Gefälle in der Verteilung der Reichtümer und die nicht zu bremsende Spirale der extremen Armut haben gezeigt, dass auch größte Wirtschaftsmacht und die fortschrittlichste Technologie nicht in der Lage sind, etwas so Primitives wie den Hunger aus der Welt zu schaffen.

Die Armut, AIDS und die bewaffneten Konflikte zwischen den Staaten sind die größte Bedrohung für die Kinder. Die Konsequenzen: mehr als 640 Millionen Kinder leben in primitiven Behausungen mit Lehmböden oder Baracken. Mehr als 120 Millionen erhalten keine Grundschulbildung. Die Lebenserwartung eines Kindes in entwickelten Ländern beträgt 80 Jahre. In einem unterentwickelten Land lediglich 30 Jahre. Jedes siebte Kind lebt ohne jegliche Gesundheitsversorgung; 45% der 8,6 Millionen Menschen die in kriegerischen Auseinandersetzungen starben, waren Kinder und ihre Sterblichkeitsrate ist zwanzigmal so hoch wie in entwickelten Ländern.

Die Bekämpfung des Hungers auf der Welt ist jedoch nicht nur Aufgabe der Regierungen und Hilfsorganisationen. Der erste Schritt beginnt mit der Sensibilisierung der gesamten Bevölkerung. Jeder muss seine Verantwortung dafür übernehmen, dass er einer Gesellschaft angehört, die es zulässt, dass der Hunger eine mörderische Realität ist.

Der „Salón Internacional de la Cooperación Tenerife 2006“ soll ein Treffpunkt sein zwischen dem Privatsektor und Institutionen für Hilfe und Entwicklung aus aller Welt. So werden nichtstaatliche Hilfsorganisationen, Europäische Entwicklungs-Agenturen, begünstigte Staaten des afrikanischen Kontinents und Unternehmen welche Güter, Gerätschaften und Installationen für Entwicklungs- und Hilfsaktionen liefern, drei Tage lang zu diesem Event zusammentreffen, das eine Produktausstellung auf zahlreichen Ständen mit Konferenzen und Vorträgen zu aktuellen Themen aus der Welt der Kooperation kombiniert.

Ziele und Teilnehmer

1. Der Salon Internacional de la Cooperación will Treffpunkt sein für alle, die an internationaler Zusammenarbeit interessiert sind.

2. Kontakte zwischen Hilfsorganisationen, Regierungen und Entwicklungsagenturen und der privaten Initiative herstellen, basierend auf gemeinsamen Interessen und Verpflichtungen.

3. Den kanarischen Archipel anzubieten als Plattform und Drehscheibe für euro-afrikanische Verbindung, denn der europäische Kontinent leistet in Afrika die meiste Hilfe.

4. Die kanarische und spanische Gesellschaft für die Bedeutung von Hilfe und Entwicklung zu sensibilisieren.

5. In Südeuropa eine weitere Säule zu schaffen für koordinierte Aktionen gegenüber den traditionellen mitteleuropäischen und skandinavischen Aktivitäten in Sachen Kooperation.

Eingeladen sind rund zehn afrikanische Staaten, spanische und europäische nichtstaatliche Hilfsorganisationen sowie Unternehmen für Wassergewinnung und -sanierung, Elektrizität, Alternative Energie, Erziehung, Gesundheitswesen, ärztliche Geräte für Notfall- und Feldhospitäler, Krankenwagen und Jeeps, Zeltstädte, Fertighäuser etc.




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