Gegenwind für die Züge


Den Zugprojekten im Norden und Süden Teneriffas werden immer mehr Probleme in den Weg gelegt.

Eigentlich sollte im ersten Jahresviertel ein Finanzierungsabkommen mit der Zentralregierung unterzeichnet werden, welches dem Cabildo bei den Banken als Garantie dienen soll. Doch der Abschluss wurde hinausgezögert.

Hinzu kam nun der Regierungs- und Richtungswechsel im Cabildo Gran Canarias, der sich negativ auf Teneriffas Zugpläne auswirken könnte. Bisher übten beide Inselregierungen gemeinsam Druck in Madrid aus, doch die neue Führung Gran Canarias wird andere Prioritäten setzen und den Zug hinten anstellen, sodass Teneriffa einen gewichtigen Mitspieler verliert. Doch das Cabildo will an dem Vorhaben festhalten – für einen besseren öffentlichen Transport und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Und noch ein weiterer Stolperstein tat sich auf. Die gegen den spezifischen Raum­ordnungsplan für die Infrastrukturen des Südzuges erhobenen Einwände zeigten auf, dieser verstoße gegen den Inselraumordnungsplan (PIOT) und müsse aufgehoben werden. Scheinbar wurde keine Studie über den Nutzen in Sachen Mobilität, Streuung der Mittel und Wirtschaft getätigt. Außerdem sähe der PIOT die Erstellung eines spezifischen Raumordnungsplans für den gesamten öffentlichen Verkehr vor, der das jeweils örtlich benötigte Transportmittel festlege und ein effizientes öffentliches Transportsystem begründe.




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