Fußgänger in Gefahr


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Geschäftsleute in den Urlaubszentren Arona und Adeje sprechen von einer „regelrechten Epidemie“ der Elektro-Roller

Sie sind keine Neuerscheinung in den Fußgängerzonen der Tourismuszentren, liegen aber immer mehr im Trend. Besonders bei den jüngeren Gästen erfreuen sie sich großer Beliebtheit: die E-Scooter oder Elektro-Roller.

Sie sind klein, handlich, günstig zu mieten und – da liegt der Haken – ziemlich schnell. Die flotten Flitzer dürfen eigentlich nur 10 Stundenkilometer fahren, sind oft aber mit 25 km/h unterwegs. Die Urlaubergemeinden Adeje und Arona im Süden Teneriffas stehen mit der wachsenden Zahl von Elektro-Rollern und den sich daraus ergebenden Anzeigen infolge von Unfällen vor einem Problem. Vorerst werde es keine neuen Lizenzen geben, verlautete aus dem Rathaus. Doch damit ist das Problem nicht gelöst. Mangels Radwegen müssen sich an Strandpromenaden und in Fußgängerzonen die Passanten den Platz mit Radfahrern, Rollschuhläufern und nun auch noch Elektro-Rollern teilen. Dies ist angesichts der Geschwindigkeiten, die Letztere erreichen, nicht ungefährlich. Das leise Surren eines E-Rollers, der sich von hinten nähert, hört man erst im letzten Moment, und so kann jeder Ausfallschritt einen Unfall bedeuten. Bei der Stadt Adeje sind in den letzten zwei Jahren vermehrt Anzeigen eingegangen. Die Geschäftleute von Playa de Las Américas, Torviscas und Playa Fañabé sprechen von einer „regelrechten Epidemie“. Der Gemeinderat wird sich mit diesen Elektrogefährten, der potenziellen Gefahr ihrer Nutzung in den für Fußgänger vorgesehenen Bereichen und der daraus resultierenden Sicherheitsfrage auseinandersetzen und für eine Regulierung sorgen müssen. 




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