Fotovoltaik in einer neuen Dimension


© Moisés Pérez

Japanische Investoren an 100 Millionen Euro-Projekt auf Teneriffa beteiligt

Die Erneuerbaren Energien sind auf dem Vormarsch. Auch oder gerade auf den Kanaren, wo die Klimabedingungen für die Erzeugung von Wind- und Sonnenernergie geradezu ideal sind. Dies wird durch ein Projekt kanarischer Investoren mit einem japanischen Partner erneut unter Beweis gestellt. Bei Arico entstehen gleich zwei neue, leistungsstarke Fotovoltaikanlagen.

Die Zukunft der Energiewirtschaft liegt in den erneuerbaren Energien wie Fotovoltaik, Wind- und Wasserkraft. Dies haben Investoren weltweit erkannt und die Zahl der Projekte, die mit nachhaltigen Energiequellen arbeiten wird immer größer. Auf den Kanarischen Inseln liegt vor allem die Nutzung der Sonnenenergie nahe. Ein Beispiel dafür ist die riesige Solaranlage, die das Cabildo von Teneriffa über das Institut für Erneuerbare Energie (ITER) in Granadilla bauen lässt. Seit 2005 wird an der Installation der Solarmodule des Projektes SOLTEN I gearbeitet. Die Fotovoltaikanlage soll später einmal eine Nennleis­tung von 15 Megawatt haben und damit eine der größten Europas sein. Die für später geplante Erweiterung von SOLTEN I (SOLTEN II) soll aus drei Einzelanlagen mit insgesamt 11 Megawatt bestehen. Allein durch SOLTEN I könnten nach Auskunft des ITER 5.308 Haushalte mit sauberem Strom versorgt werden.

Doch nicht nur Teneriffas Inselverwaltung ist stromtechnisch auf dem Weg in die Zukunft. Auch andere Unternehmen haben das Potenzial der Insel erkannt und nutzen die im Süden der Insel noch genügend vorhandene Fläche für den Bau von Fotovoltaikanlagen. So auch eine Gruppe kanarischer Investoren, die die japanische Gesellschaft Sumitomo Corporation als Partner gewinnen konnte. An der GmbH Energía Verde de la Macaronesia (EVM S.L.) ist das ITER übrigens auch beteiligt.

Bei Arico will EVM gleich zwei riesige Fotovoltaikanlagen bauen. Die erste davon wird voraussichtlich im Juli fertig werden. Die Nennleistung beträgt 9 Megawatt, mit denen rund 3.500 Haushalte versorgt werden könnten. Die zweite Anlage, die sich allerdings noch in der Planungsphase befindet, soll eine Leistung von 10 Megawatt haben. Damit würde EVM den Strom für insgesamt 7.000 Haushalte liefern.

Die Fotovoltaikanlage von EVM wird aus Solarmodulen des japanischen Herstellers Sharp gebaut. Finanziert wird das insgesamt über 100 Millionen Euro teure Projekt beider Anlagen durch einen Project Finance Kredit verschiedener Finanzinstitute, allen voran der Mizuho Bank in Japan – Tochtergesellschaft der Mizuho Financial Group Inc., eines der größten Finanzdienstleistungsunternehmen der Welt.

Durch die beiden Fotovoltaikanlagen von EVM, die Riesenanlage SOLTEN und andere in der Planung befindliche Fotovoltaikprojekte wird Teneriffa voraussichtlich in naher Zukunft zur weltweit ers­ten Region in Sachen Produktionskapazität von Sonnenenergie werden.




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