Fotoausrüstung im Wert von 30.000 Euro gestohlen


© Naturfotocamp.de

Deutscher Naturfotograf verlor in Güímar seine gesamte Ausrüstung

Der bekannte deutsche Naturfotograf Radomir Jakubowski aus dem Saarland ist auf Teneriffa Opfer eines Diebstahls geworden, der drohte, seine Karriere als selbständiger Naturfotograf zu unterbrechen.

Wie der Fotograf berichtet, hatte er seinen Mietwagen an der Avenida de Olof Palme in Puertito de Güímar geparkt. Da die wertvolle Fotoausrüstung im Kofferraum lag, hatte er den Wagen absichtlich nah an einer Steinbank geparkt, sodass die Heckklappe nicht zu öffnen war. Als er nach wenigen Minuten zum Auto zurückkehrte, war ein Seitenfenster eingeschlagen, die Rückbank umgeklappt und die gesamte Fotoausrüstung aus dem Kofferraum verschwunden. Die Polizei äußerte bei der Anzeigenaufnahme die Vermutung, dass eine organisierte Bande hinter dem Diebstahl steckt, die den Fotografen länger beobachtet hatte. 

Das Equipment  hatte einen Gesamtwert von 30.000 Euro, da es sich um mehrere Profi-Kameras, zahlreiche Objektive, Stative und Filter handelte, die Radomir Jakubowski dabei hatte, um die Natur Teneriffas zu dokumentieren. Der Fotograf schreibt in seinem Blog: „Es ist alles weg, ich habe noch einen Ersatzakku (den aus meiner Hosentasche). Der Verlust ist groß für mich, da ich mein Leben lang mein gesamtes Geld nur in Fotoausrüstung, Reisen und den Traum von der Naturfotografie investiert habe. Das heißt für mich, dass ich in diesem Umfang meine Ausrüstung in den nächsten Monaten/Jahren nicht werde erneuern können und dass dieser Vorfall in einem gewissen Maße existenzbedrohend ist.“

Hinzu kommt, dass eine der gestohlenen Kameras eine Leihgabe aus dem Hause Canon war, für deren Wert der Fotograf nun vermutlich aufkommen muss.

Die Guardia Civil gab wenig Hoffnung, dass das gestohlene Material wieder auftaucht. Über die Website bzw. den Blog des Fotografen (www.naturfoto

camp.de) kann die Liste des gestohlenen Materials eingesehen werden. Der Fotograf gibt die Hoffnung nicht auf, dass das eine oder andere Stück wieder auftaucht. Besucher seiner Website können außerdem über einen Spendenbutton dazu beitragen, dass er seine Karriere fortsetzen kann. 




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