Forderung nach mehr Schutz für Meeressäuger

Grindwale im Süden Teneriffas Foto: turismo de tenerife

Grindwale im Süden Teneriffas Foto: turismo de tenerife

Verband der Naturschutzfreunde mahnt zu besonderer Vorsicht im Seeverkehr

Teneriffa – Der Verband der Naturschutzfreunde von Teneriffa, Asociación Tinerfeña de Amigos de la Naturaleza (ATAN), hat die zuständigen Behörden und die Schifffahrtsgesellschaften aufgerufen, mehr denn je darauf zu achten, Kollisionen mit Meeressäugern zu vermeiden. ATAN weist darauf hin, dass den Verband in diesen Tagen der Ausgangssperre und des reduzierten Schiffsverkehrs zwischen den Inseln sehr viele Hinweise auf Sichtungen von Walen und Delfinen an den Inselküsten erreichen. Laut ATAN ist nicht klar, ob dies eine Folge des zurückgegangenen Schiffsverkehrs ist oder lediglich den Artenreichtum in den Inselgewässern widerspiegelt. Wie dem auch sei, hält ATAN es für wichtig, gerade jetzt besondere Vorsicht walten zu lassen, um Zusammenstößen und in der Folge Verletzungen der Meeressäuger vorzubeugen. Laut den Naturschützern liefern klare und eindeutige wissenschaftliche Daten den Beweis dafür, dass der Schiffsverkehr durch Zusammenstöße mit Walen eine große Belastung für geschützte Meeressäugerarten darstellt, doch weder die spanische noch die kanarische Regierung hätten bislang Maßnahmen im Seeverkehr getroffen, um die Sterblichkeitsrate bei Meeressäugern auf den Kanaren zu senken.
ATAN weist in diesem Zusammenhang auf ein Video der Vereinigung von Walbeobachtungsbooten ACEST hin, das über die sozialen Netzwerke verbreitet wurde und das (aufgenommen von La Gomera aus) zeigt, wie eine Fähre einem Buckelwal gefährlich nahe kommt, offenbar ohne das Tier zu bemerken, obwohl der Wal mehrmals vor dem Schiff aus dem Wasser springt. „Dies ist nur ein Beispiel dafür, welche Gefahr alle Schiffe, die Fähren von Fred.Olsen und die von Armas sowie Kreuzfahrtschiffe und Frachter, für die Meeressäuger darstellen“, mahnt ATAN.

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