Flüchtlingstragödie am Strand von Las Vistas auf Teneriffa


© EFE

„Wasser, Wasser…“ war überall zu hören als die Mitarbeiter des Roten Kreuzes den gestrandeten Flüchtlingen zu Hilfe eilten. Die dramatische Situation spielte sich in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch an der sonst von Urlaubern bevölkerten „Playa de Las Vistas“ in Arona ab. Ein „Cayuco“ hatte es mit 39 Flüchtlingen an Bord kurz nach Mitternacht bis an den Strand bei Los Cristianos geschafft.

Austin Taylor, Sprecher des Roten Kreuzes im Süden Teneriffas, beschrieb die Situation: „Die Insassen waren verzweifelt, die Gesichter verzerrt. Sie kamen an Land und fielen völlig kraftlos in den Sand. Nur ein Wort wiederholten sie immer wieder auf französisch und englisch „Wasser, Wasser…“, denn Wasser war Ihnen an Bord schon vor Tagen ausgegangen. Es war sehr traurig.“ Für zwei der Immigranten an Bord kam jede Hilfe zu spät. Sie waren bereits tot, auf hoher See verdurstet und erfroren.

Eine weitere Leiche wurde bereits wenige Stunden vorher in einem anderen Cayuco entdeckt, das bei Granadilla entdeckt und in den Hafen von Los Cristianos geschleppt worden war.

Insgesamt 91 Ankömmlinge wurden in dieser Nacht gezählt, drei davon starben auf dem Weg in ihren Traum von einem besseren Leben.




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