Flottenbesuch


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Drei Schiffe der Deutschen Marine in Santa Cruz

Drei Schiffe des diesjährigen Einsatz- und Ausbildungsverbandes (EAV) der Deutschen Marine waren vom 20. bis 23. Januar auf Teneriffa zu Gast.

Die Fregatten „Brandenburg“ und „Niedersachsen“ und der Einsatzgruppenversorger (EGV) „Frankfurt am Main“ besuchten als „Botschafter in blau“ den Hafen von Santa Cruz de Tenerife als ersten Auslandshafen ihrer Reise, die sie in insgesamt neun Länder auf zwei Kontinenten führen wird.  Nach dem Besuch auf Teneriffa geht es nun entlang der westafrikanischen Küste über Walvis Bay (Namibia) nach Simon’s Town in Südafrika. Über Funchal (Madeira) und Neapel (Italien) fährt der EAV dann nach Souda Bay (Griechenland). Über Haifa (Israel), Alexandria (Ägypten), Istanbul (Türkei) und Valencia (Spanien) geht es dann zurück nach Deutschland. Am 18. Juni wird der EAV in Wilhelmshaven und Kiel zurückerwartet.

In den fünf Monaten seiner Abwesenheit nimmt der EAV an verschiedenen Manövern  einschließlich eines Flugkörperschießens vor Südafrika teil. Er wird außerdem mit den beiden Fregatten und dem Einsatzgruppenversorger des Verbandes für fast zwei Monate an dem Einsatz ACTIVE ENDEAVOUR im Mittelmeer beteiligt sein. Mehr als 200 deutsche Offiziersanwärter absolvieren unterwegs ihr Flottenpraktikum.

Anlässlich des Flottenbesuchs reiste auch der neue Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Spanien, Herr Reinhard Silberberg, erstmals nach Teneriffa, wo er von Inselpräsident Ricardo Melchior empfangen wurde.

„Open Ship“ – aber Hafen geschlossen

Zum Flottenbesuch sollte es auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit geben, die Schiffe zu besichtigen. Das „Open Ship“ war für den Nachmittag des 22. Januar vorgesehen und zahlreiche Interessierte fanden sich folglich am Hafen von Santa Cruz ein. Doch der Zugang zur Mole, wo die deutschen Fregatten sowie der Einsatzgruppenversorger lagen, wurde vom Sicherheitspersonal der Hafenbehörde verweigert. Der Grund: Am gleichen Pier hatte ein Kreuzfahrtschiff mit Basishafen Santa Cruz festgemacht und der Passagierwechsel lief auf Hochtouren. Aus Sicherheitsgründen ist während eines Passagierwechsels kein Publikumsverkehr gestattet. Alle Versuche der Gastgeber an Bord der deutschen Schiffe, das Sicherheitspersonal doch noch umzustimmen, blieben erfolglos. Der deutsche Honorarkonsul auf Teneriffa, Ingo Pangels, versuchte sogar kurzfristig noch beim Präsidenten der Hafenbehörde zu vermitteln – ohne Erfolg. Nur ein Shuttle-Bus, der die Besucher direkt an das Schiff bringt, wäre akzeptiert worden, dies war auf die Schnelle jedoch nicht mehr zu organisieren. So blieb den Besuchern leider nur der Anblick der Schiffe aus der Ferne.

Das Honorarkonsulat hat auf Anfrage des Wochenblatts versprochen, diese Problematik mit in die Checkliste der zahlreichen Punkte aufzunehmen, die bei einem Flottenbesuch – diesmal mit gleichzeitigem Besuch eines Botschafters – zu organisieren und zu koordinieren sind.




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