Finanzspritze trotz Krise


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Spanische und kanarische Regierung, Cabildo und Gemeinden wollen Millionen in die Sanierung der Tourimushochburgen Teneriffas pumpen

Um die schlechten Urlauberzahlen, die Teneriffa derzeit registriert – um nicht von Einbruch zu sprechen – zu korrigieren und den Hauptwirtschaftsmotor der Insel am Laufen zu halten, ist die Zusammenarbeit der verschiedenen öffentlichen und privaten Institutionen notwendig. Dass die Zukunft gemeinsam gestaltet werden muss und angesichts der derzeitigen Lage auf dem Weg dorthin kein Raum für politische Differenzen und Diskussionen ist, darüber sind sich die Unternehmer und Politiker auf Teneriffa offenbar mittlerweile einig.

Ende März traten einige von ihnen im Süden vor die Presse, um anzukündigen, dass die spanische und die kanarische Regierung, das Cabildo und die Gemeinden bis 2013 die Sanierung der touristischen Gebiete Teneriffas mit einer ordentlichen Finanzspritze vorantreiben wollen. 67 Millionen Euro sollen in die Verbesserung und Verschönerung von öffentlichen Parks, Grünzonen, Straßen, Autobahnausfahrten, Fußgängerzonen und Stränden in den Tourismushochburgen Adeje, Arona, Santiago del Teide und Puerto de la Cruz gepumpt werden.

Cabildo-Vizepräsident und Leiter des Tourismusamtes José Manuel Bermúdez (Foto) stellte die „Verjüngungskur“, die Teneriffa im internationalen Wettbewerb stärken soll, gemeinsam mit dem Generaldirektor für Tourismusplanung, Sebastián Ledesma, dem Tourismusbeauftragten der Gemeinde Adeje, Miguel Ángel Santos, und dem Präsidenten des Hotelierverbands Ashotel, José Fernando Cabrera, im Hotel Jardín Tropical vor.

Während Bermúdez zuversichtlich die gemeinsame Initiative lobte und unterstrich, welche Bedeutung eine koordinierte Arbeit unter Ausklammerung ideologischer Spannungen hat und offensichtlich schon den Erfolg des Unternehmens vor Augen hat, klang Ashotel-Präsident Cabrera besorgt. „Genug von Sprite-Sonnenschirmen und Plastik­stüh­len“, forderte er und schien es Leid zu sein, immer und immer wieder das gleiche zu wiederholen: Qualität, Renovierung und Innovation.




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