Feuer am Südflughafen


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Passagiere und Personal wurden wegen starker Rauchentwicklung evakuiert

Der reguläre Betrieb an Teneriffas Südflughafen Reina Sofía wurde am 17. Januar gegen 09.45 Uhr durch einen Brand unterbrochen, der zur Evakuierung von – unterschiedlichen Angaben zufolge – zwischen 400 und 2.000 Personen zwang.

Nach Angaben der Flughafendirektion entstand das Feuer an der Verkleidung eines Lüftungsrohres der Klimaanlage in der Deckenstruktur des Fluggastterminals.

Wie Flughafendirektor Juan José Álvarez Gallego erklärte, konnte das Feuer, das nur etwa fünf Quadratmeter betroffen hatte, schnell gelöscht werden. Das Problem entstand durch die starke Rauchentwicklung, denn über die Klimaanlage breitete sich der Qualm schnell im ganzen Terminal aus. Als Vorsichtsmaßnahme wurden deshalb Fluggäste und Flughafenpersonal evakuiert.

Die Feuerwehr hatte den Brand schnell gelöscht. Es mussten allerdings mehrere Fensterscheiben zerschlagen werden, damit der Rauch schneller entweichen konnte, um so der Gefahr einer Rauchvergiftung vorzubeugen.

Während der Dauer der Lösch- und Aufräumarbeiten mussten lediglich zwei Maschinen umgeleitet werden – eine Maschine landete in Los Rodeos (Teneriffa Nord) und eine andere auf Gran Canaria. Eine dritte Maschine überflog den Flughafen, konnte nach einer Schleife dann jedoch wenige Zeit später problemlos landen. Drei weitere Flüge verspäteten sich durch den Zwischenfall um jeweils knapp eine Stunde.

Kleiner Sachschaden

Der normale Flughafenbetrieb konnte innerhalb kurzer Zeit fortgesetzt werden, meldete die Flughafendirektion. Es entstand lediglich Sachschaden. Personen wurden nicht verletzt. Angeblich gab es auch keine Reklamationen betroffener Fluggäste. Der spanische Flughafenbetreiber AENA hat dennoch eine Untersuchung angeordnet, um die Brandursache zu ermitteln.

Der Direktor des Flughafens Reina Sofía hatte mit dem Brand am 17. Januar seit Jahresanfang schon den dritten Schrecken zu verdauen. Am 5. und 13. Januar gab es jeweils einen falschen Bombenalarm am Südflughafen, die zur sofortigen Aktivierung des Notfallplans führten. In beiden Fällen wurde jedoch sehr schnell festgestellt, dass es sich um eine falsche Bombendrohung handelte.




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