Ferien in Frieden


Kinder aus den Flüchtlingslagern Algeriens verbringen zwei Monate auf den Kanaren

Etwa 160 Kinder aus den saharauischen Flüchtlingslagern in Algerien im Alter zwischen acht und zwölf Jahren kamen am 9. Juli auf Teneriffa an, um zwei Monate bei Gastfamilien auf Teneriffa, La Palma und El Hierro zu verbringen.

Das Projekt „Ferien in Frieden“ ermöglicht jedes Jahr mehreren Hundert Kindern aus den Flüchtlingslagern in der Sahara, der unerträglichen Sommerhitze zu entfliehen und unbeschwerte Tage in Spanien zu verbringen. Auf den Kanaren ermöglicht der Verband ACAPS (Kanarischer Verband der Freunde des Saharauischen Volkes) das solidarische Programm. Die Kinder erleben bei ihren Gastfamilien einen für sie ungewöhnlichen Alltag mit gesunden, warmen Mahlzeiten, frischem Obst und Gemüse und Vergnügen wie Strandbesuche. In der Heimat, in der sie gezwungenermaßen leben, fehlt es ihnen oft am Nötigsten. Frisches Trinkwasser und Strom sind dort nicht selbstverständlich. Auch an ärztlicher Versorgung mangelt es, weshalb die kanarischen Pflegeeltern mit ihren kleinen Gästen auch zu Vorsorgeuntersuchungen und, falls nötig, zum Zahnarzt gehen.

Die kanarischen Gastfamilien haben dieses Jahr besondere Anstrengungen unternommen, um das Programm „Ferien in Frieden“ trotz des Ausfalls der Unterstützung von öffentlicher Seite (das Wochenblatt berichtete) fortzusetzen.

ACAPS bedankt sich bei ihnen für ihren Einsatz, ebenso wie bei der Flughafenbehörde AENA, dem Busunternehmen TITSA sowie allen beteiligten Gemeinden. Besonderer Dank gilt auch dem kanarischen Gesundheitsdienst, der zusammen mit verschiedenen Optikern und Zahnkliniken dazu beiträgt, dass die Kinder medizinisch untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.




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